Blog, Technik und ich

Das wäre noch vor wenigen Jahren kein Thema für mich gewesen. Gut, ich habe mit der Digitalkamera rumgeknipst, das war's aber schon. Dann kaufte ich vor 3  1/2 Jahren meinen eigenen PC, mit dem ich mich abende- und nächtelang geduldig rumplagte.

 

Die eingetippten Texte (mittels Adlersuchsystem in stundenlanger Arbeit erstellt) waren auf einmal verschwunden und viele ähnliche Widrigkeiten tauchten auf.

Die ersten Probleme waren kaum überwunden, da baute ich mir mit einem Baukastensystem eine Website. Mit anfänglich ganz miesen Fotos. Aber ich lernte und lernte und lernte, es kam mir fast vor wie ein neues Studium.

 

Der PC ist noch mein erster, die Kamera ist anspruchsvoller geworden und die Anfänge beherrsche ich inzwischen. Ein gutes Bildbearbeitungsprogramm, ein Officeprogramm, Scanner, externe Festplatte und, man kann es sich fast denken, ein Smartphone sind mittlerweile dazu gekommen. Letzteres ist wesentlich smarter  als ich, aber damit kann ich leben.

 

Ein ganzer Stapel Bücher (!) unterstützt mich, um in der digitalen Welt weitere Schritte zu unternehmen. Hatte ich schon erwähnt, daß ich eine Verfechterin des lebenslangen Lernens bin? Es hält die grauen Zellen in Schwung und soll neben echten(!) sozialen Kontakten Alzheimer vorbeugen.

 

Das große Vorteil gegenüber der Schule ist: Ich lerne ausschließlich, was ich will oder brauche. Die Freude ist riesengroß, wenn ich wieder einen Schritt geschafft habe.

Auch mit SEO, RSSF, Social Networking  usw. werde ich mich noch befassen, bislang kenne ich hauptsächlich die Ausdrücke.

Käsekuchen Variante

Beerenstarker Käsekuchen

Käsekuchen mit Johannisbeeren und Baiser

 

Der "Luftige Käsekuchen" ist in meinem Blog einer der meistgelesenen Artikel.

Und er ist bei allen beliebt, auch im Heim meiner Mutter.

Meine Mutter feiert morgen ihren 90sten Geburtstag. Zu ihrem Ehrentag habe lieber auf Experimente verzichtet und den altbewährten Kuchen und einen zweiten mit roten Johannisbeeren gebacken.

Mein Mann und ich sollten auch nicht darben, und so kam noch ein kleinerer dazu. Wegen der Beeren ist er noch frischer und säuerlicher.

Mein absoluter Liebling, denn ich liebe saure Früchte.

Alle drei kamen zusammen bei 160° Umluft für eine Stunde plus 10 Minuten in den Backofen.

Falls es jemand nachmachen möchte, die zweifache Menge Streuselteig ist ausreichend.

 

Käsekuchen mit Johannisbeeren und Baiser

 

Den Käsekuchen wie hier beschrieben backen. jedoch nach dem Backen zuerst mit Johannisbeeren belegen.

Dann den Eischnee auf den Beeren verteilen und noch einmal für 10 Minuten weiter backen.

Käsekuchen mit Baiser und Johannisbeeren
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Frau Weede hat mich für den BR befragt

Nicht bekannt und nicht berühmt

Und trotzdem im Interview

Ein wenig überrascht war ich ja schon, als Friederike Weede vom BR bei mir anrief und sagte, dass sie mich gerne für eine Radiosendung befragen wolle.

Wir kennen uns schon einige Jahre. Sie war eine der Kundinnen in meinem kleinen Schmuckladen, zu denen ich ein nettes persönliches Verhältnis hatte.

Geübt hatten wir beide schon vor einiger Zeit mit einer ihrer Kolleginnen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Kompetenz-Bereich einiger (aller?) Redakteurinnen und Redakteure erweitert.

Neben dem redaktionellen Bereich gehört nun auch Regie, Bild und Ton inklusive schneiden dazu, der Bayerische Rundfunk hat demnach lauter Alleskönner in seinen Reihen!

 Auch da rief Frau Weede an und bat mich, die Hauptperson in ihrem Übungsfilm zu sein.

Ich ließ mich gerne auf den Spaß ein und wenig später waren die beiden Damen mit Mikrofon, Kamera und Aufnahmegerät da. Ich wurde verkabelt und los ging meine kurze Schauspielkarriere.  Ich wurde zu allem Möglichen befragt und hielt begeistert redend Steine und Ketten in die Kamera, öffnete Türen, holte etwas aus dem Fenster und arbeitete wohl auch an einer Kette.

Eine nichtsahnende Kundin, die etwas abholte, machte nach kurzer Erklärung auch mit.

Es machte in dem Fall nichts, dass ich ungestylt war, da der Film nie veröffentlicht werden würde. Das meiste fiel wohl dem Schnitt zum Opfer, bis auf das Reden waren wir alle drei blutige Anfänger.

 


 

Das ist Friederike Weede,

wer würde so einer sympathischen Frau einen Interview-Wunsch abschlagen?

Ich war ehrlich gesagt nahe dran, da wegen meiner Mutter und, und, und ... weil jede freie Minute kostbar für mich ist.

Dann habe ich aber ganz spontan zugesagt und saß schon am folgenden Tag vor dem Mikrofon, jedes Üben kann man letztendlich doch brauchen. Nach ein wenig entspanntem Geplauder ging es fast übergangslos in medias res. Ohne Lampenfieber von meiner Seite, das hat sie sehr gekonnt und raffiniert hin bekommen.

Nach einer halben Stunde war alles erledigt, Frau Weede ging zu ihrer Redaktionssitzung und ich zu meiner Mutter.

Vor lauter konzentriertem Reden haben wir verschwitzt, den Sendetermin zu thematisieren.

Die Sendung  wurde also ausgestrahlt, ohne dass ich sie verfolgt habe.

Ich habe durch eine Mail einer anderen lieben Kundin davon erfahren. Danke!

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Download
Alles Esoterik?
Eine regelmäßige Sendung von Radio Bayern 2 über Gott und die Welt, von den Themen sehr breit angelegt.
Hier geht es grob um Esoterik und auch ich wurde befragt.
170605_0830_Evangelische-Perspektiven_Go
MP3 Audio Datei 24.1 MB

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Beispiele meines Schmucks

Um Fragen zu beantworten und weiteren Fragen vorzubeugen, in der Dia-Show Beispiele meines Schmucks, den ich in meinem Laden angefertigt und verkauft habe.

 

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Amsterdam

Mehr als tulpen, Käse und grachten

Wiedersehen nach über vierzig Jahren

Dämmerung in Amsterdam

 

Martha und Ken, langjährige kalifornische Freunde von meinem Mann Harald und mir, wollten einmal wieder einen Urlaub in "Good old Europe" machen und wir haben uns auf ein Wiedersehen in Amsterdam verabredet.

Die Männer waren noch nie dort und Marthas und meine Erinnerungen waren nach vielen Jahren kaum noch vorhanden.

Die Lage des "Hampshire Eden" könnte kaum besser sein, das Frühstück (17,95 €)  lohnt sich nicht, eine Alternative ist das französische Frühstück im Cafe des Hotels für 9 € mit frischem Orangensaft.

Unser Zimmer war naja, aber wir wollten ja Amsterdam sehen.

Ein  erster Spaziergang zu viert am Abend entlang der Grachten und ein Abendessen war die perfekte Einstimmung.

 

Hausboot Idylle

Hausbootidyll in Amsterdam

Gartenglück auf dem Hausboot

Hausboot in Amsterdam

 

Die Stimmung und das Wesen einer Stadt erspüre ich durch laufen, laufen und genau: noch mal laufen.  Auf diese Art habe ich viel zu viele Fotos an jeder Ecke gemacht, aber immer noch besser als zu wenige.

Die Hauptstraße Dam,  die beiden großen Kaufhäuser haben wir uns ohne Begeisterung angesehen.

Überall das Gleiche und zu viel Luxus.

Da lobe ich mir doch die Seitenstraßen mit kleinen Läden, Cafes, Kneipen und Restaurants, zum Beispiel im In-Viertel Jordaan  oder auch De  Pijp.

Ein Muss ist eine Bootsfahrt durch die Kanäle, ohne diese Perspektive hat man Amsterdam nicht richtig erlebt.

Wir fuhren an einem Samstag Nachmittag in einem offenen Boot, es herrschte dichtes Gedränge und eine fröhliche, entspannte Stimmung auf den Kanälen. Feiernde Amsterdamer und staunende Touristen in Freud und Leid vereint ( immer wieder Regenschauer).

Ein Kleinod zum Ausspannen ist der Begijnhof; mitten im Trubel am Spuiplein. Das Fotografieren der hübschen alten Häuser ist nicht gestattet, um die Privatsphäre der Bewohnerinnen zu wahren. Hier leben schon länger keine frommen Beginen mehr, sondern ganz normale Frauen.

Im Vergleich zu anderen Großstädten wirkt das Leben hier entspannter,  Hupkonzerte scheinen trotz enger Straßen nicht an der Tagesordnung zu sein. Und die vielen Radler scheinen fast alle mit dem gleichen Tempo wie von unsichtbaren Fäden gezogen unterwegs zu sein.

 

Amsterdamer Impressionen

Der schwimmende Blumenmarkt in Amsterdam

Amsterdam, Blumenmarkt
Blumenmarkt Amsterdam, Sendel
Amsterdam Käsemuseum
Alles Käse
Blumenmarkt Amsterdam
Klompen- Holzschuhe

 

Der Blumenmarkt auf der Gracht "Singel" bietet einen guten Überblick über die holländischen  Blumen (-zwiebeln), diverse Souvenirs und ganz in der Nähe wird auch Käse in allen Größen und Varianten angeboten.

Mich haben die Holzschuhe gelockt, es läuft sich überraschend gut darin. Als Grundschulkind trug ich ganz ähnliche in unserem kleinen niedersächsischen Dorf Engelern.

An diesen Dingen kommt man in Amsterdam nicht vorbei, aber das gehört für Touristen dazu.

 

Museumsviertel

 

Unsere vier Tage Zeit waren definitiv zu wenig für eine Stadt, die optisch und kulturell so viel zu bieten hat. Museen liebe ich generell, aber ich bin dieses Mal nur im Diamantmuseum gewesen.

Eine Stunde sollte man einplanen für die sehenswerten Repliken, es gibt viele Erklärungen in Wort und Bild zu Abbau, Schliff, berühmten Diamanten und deren Geschichte .

Für 10,-€ Eintritt kann man sich in niederländisch und englisch üben, andere Sprachen werden nicht angeboten.

Gleich nebenan ist das Bols-Museum der bekannten Genever Marke, hier haben mich die Farben der Flaschen im Fenster fasziniert und in das Haus gelockt.

16,- € Eintritt hätte hier der Spaß inklusive eines Cocktails gekostet. In der Mittagshitze haben wir vorsichtshalber darauf verzichtet und uns mit Fotos begnügt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, es soll insgesamt ein lohnendes, interessantes Museum sein.

 

 

Rings um den Museumplein sind die wichtigsten Museen und auch das neue Wahrzeichen Amster-dams, "I AMSTERDAM" angesiedelt.  Der 1999 umgestaltete Platz ist ein Treffpunkt für Amsterdamer und Touristen. Mit ausreichend Platz für Märkte und einer großen Wasserfläche, die im Winter zum Schlittschuhlaufen einlädt.

Und mitunter ist van Gogh  höchstselbst unterwegs und lässt sich für einen Obulus konterfeien.

Auf jeden Fall ist das wesentlich einträglicher als damals, wo er auf die Hilfe seines Bruders und anderer Gönner angewiesen war.

 


Rembrandt - Kunst und Kommerz

Rembrandt ist wie viele Künstler arm gestorben. Jahrelang war er ein angesagter Maler, doch dann war seine Art zu malen nicht mehr gefragt. Eine Zwangsversteigerung und statt seines prächtigen Hauses eine Mietwohnung waren die Folge.

Heute hat man nicht nur einen Platz nach ihm benannt - er muss für vieles als Werbeträger herhalten. Jetzt würde er Millionen scheffeln!

 

Rembrandtplein Amsterdam

 

Der Rembrandtplein in der Innenstadt, wo Rembrandt auf das lebhafte Treiben und die Figuren seiner Nachtwache schaut. Der Platz ist umgeben von Hotels und vielen Restaurants und  natürlich gibt es hier auch einen der berüchtigten Coffeeshops.

Die Preise in der Gegend sind extra für die vielen Touristen ringsum angehoben, da zahlt man auch schon mal zwei Euro für einen halben Liter Mineralwasser.

In den umliegenden Stadtvierteln, wie De Pijp beispielsweise, finden sich viele verschiedene Restaurants zu moderaten Preisen.

Zu Fuß ist man etwa 15  Minuten unterwegs.

 

Maler in der Westerkerk  Amsterdam

 

Ein Maler hat als Arbeitsplatz die Westerkerk gewählt.

Erhofft er sich Inspiration von den Geistern Rembrandts und der anderen hier bestatteten Maler?

 

In der Rozengracht (heute eine belebte Straße) lebte er die letzten Jahre in einem Mietshaus.

Dieses Haus wurde abgerissen. Es gibt nur noch eine Plakette am Haus Rozengracht 184.

Joordan war zu Rembrandts Zeiten ein Armen-viertel mit vielen jüdischen Bewohnern.

Heute ist es angesagt mit seinen schönen Häusern, netten Straßen, Restaurants und Cafes.

Das Rembrandt-Museum im rekonstruierten Wohnhaus mit original Räumen und Gegen-ständen aus seinem Besitz.

Dazu viele seiner Radierungen und Gemälde seiner Schüler und Zeitgenossen. 

Das Rijksmuseum beherbergt dagegen viele seiner berühmten Gemälde.

"Die Nachtwache"  auf einer Jalousie in der Albert Cuypstraat.

 

Auch für Tulpenzwiebeln muss Rembrandt im wahrsten Sinne des Wortes sein Gesicht hinhalten. Hier mit einem seiner Selbstportraits.

In der Westerkerk ist Rembrandt anonym begraben. Nur eine Gedenkplatte weist darauf hin, das Grab wurde trotz vieler Bemühungen bis heute nicht gefunden. Auch seine Geliebte Hendrickje Stoffels und sein Sohn Titus haben ihre Grabstätte hier.

Stühle stehen auf prächtigen und schlichten Grabplatten, die Besucher gehen darüber. 

Ein seltsames Gefühl für mich!


Der Vondelpark - die grüne Seele der Stadt

Reiher im Vondelpark

 

Vor über 40 Jahren, bin ich als Studentin mit meinen Freunden öfter mal ganz spontan nach Holland gefahren.

Nach Enschede,  wo unsere Partner-Hochschule war und natürlich auch nach Amsterdam.

Damals haben wir wie Hunderte andere junge Leute im Vondelpark übernachtet, das kam dem studentischen Budget sehr entgegen.

Unbekümmert und mit meinen Freunden um mich, hatte ich keine Angst. Heute wäre das anders mit der Angst und es ist schon lange nicht mehr erlaubt.

 

Amsterdam: Im Vondelpark

 

Dieser Park ist schon ganz besonders schön angelegt mit, wie sollte es in Amsterdam anders sein, viel Wasser und reicher Fauna und Flora.  Hier sind Reiher in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, anders als in der Albert Cuypstraat. Verschiedene Libellen schweben über dem Wasser, eine mir unbekannte Entenart führt Ihren Nachwuchs aus. Die grünen Halsbandsittiche hört man nur, sie verstecken sich im dichten Grün.

Auf den gewundenen Wegen laufen Kinder, Radfahrer kurven herum, auf dem Rasen ertüchtigen sich etliche Sportler, die ersten Besucher sitzen schon am Vormittag in einem der Cafes oder Restaurants. Trotz der vielen Aktivitäten herrscht eine wunderbar ruhige Atmosphäre.

 

Auffliegender Reiher im Vondelpark
Enten im Vondelpark, Amsterdam
Gastronomie im Vondelpark

Albert Cuypstraat im Viertel "De Pijp"

Albert Cuyp war ein Malerkollege und Zeitgenosse von Rembrandt, 1620 geboren und nicht annähernd so bekannt. Er war Landschaftsmaler und fand erst im 18. Jahrhundert größere Anerkennung. Wie Rembrandt hat er eine wohlhabende Frau aus besseren Kreisen geheiratet und fand auf diese Weise auch gesellschaftlich Anerkennung.

Heute ist die Albert Cuypstraat wegen des größten Wochenmarktes der Niederlande, ja Europas bekannt. Er besteht seit über hundert Jahren und ist etwa einen Kilometer lang.

Wir waren leider erst nach Marktschluss (18 Uhr) da, was aber auf der anderen Seite hochinteressant war, wie man unten sehen kann.

 

Reiher in der Albert Cuypstraat in Amsterdam

 

Kaum zu fassen, was ich da sah! Neben Möwen und anderen Vögeln, die sich herum stritten, kam da auf einmal ein Reiher angeflogen und machte sich über Gemüse und wohl auch Fischreste her. Und noch einer und noch einer...

Die Fressgier und die Gewissheit, dass die Menschen ihnen nichts tun, lässt sie seelenruhig nach Futter suchen. Die grünen Halsbandsittiche haben wir leider nur gehört und fliegen sehen.

 

Reiher in Amsterdam
Reiher in Amsterdam

 

Auf dem ersten Foto unten ist die Albert Cuypstraat ohne Müll und Marktstände, also ist es Sonntag. Das ist der einzige Tag der Woche ohne Markttreiben.

Über dem Transparent sieht man den Engel vom Restaurant "Bazar", unserem Ziel für das heutige Abendessen. Gestern Abend war es brechend voll, wir hätten länger  auf einen Tisch warten müssen. So sind wir woanders hin gegangen und haben vorsichtshalber für den Sonntag reserviert.

Im Bazar, einer ehemaligen Kirche, bekommt man wunderbare arabische Küche in passendem Ambiente serviert mit aufmerksamer, freundlicher Bedienung.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut und vor allem schmeckt es auch.

 

Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein stilles Örtchen fotografiert und präsentiere hier aber nur den Vorraum. Obwohl der Toilettenraum auch sehr schön ist.

Aber nur bei den Damen, für die Herren hat man sich nicht so angestrengt!

 

Restaurant Bazar, Amsterdam
Bazar, Amsterdam

Reste jüdischen Lebens in der Nieuwe Keizersgracht

Nieuwe Keizersgracht in Amsterdam

Der Blick auf das Ufer der Nieuwe Keisersgracht.

Gedenkplaketten für jüdische Naziopfer in Amsterdam

 

Auf dem Weg hier hin und in der gesamten Stadt sind glänzende Stolpersteine mit eingravierten Namen im Pflaster vor den Häusern verlegt.

Hier hat es noch mal eine andere Dimension mit den einzelnen Namensplaketten für die deportierten Juden vom gegenüber liegenden Ufer der Gracht.

Jemand hat hier Rosen zum Zeichen des Gedenkens niedergelegt.

Wenn ich die Namen lese, treten die Toten an mich heran und Kinder und ihre Eltern, junge und alte Menschen tauchen vor meinem inneren Auge auf.

Im Haus Nummer 24 haben die Besitzer die einzige Überlebende ausfindig gemacht und nach erfolgter Renovierung nach Amsterdam eingeladen.

Betty van Essen-Kok kam 2009 aus Jerusalem, um die Gedenkplakette für ihre in Mauthausen und Auschwitz ermordete Familie zu enthüllen.

1942 war sie 17 Jahre alt und konnte im Gegensatz zu ihren Eltern und Brüdern untertauchen.

 

Anne Frank Denkmal in Amsterdam
Gedenkplakette für jüdische Naziopfer in Amsterdam
Gedenken an jüdische Naziopfer in Amsterdam

 

Links: Anne Frank Denkmal vor der Westerkerk


Fietsen in Amsterdam

Amsterdamer Impression

 

Fiets heißt Fahrrad, Fietsen ist die Mehrzahl und fietsen heißt auch radeln. Bromfiets ist wunderbar lautmalerisch ein Mofa oder Moped.

Es gibt mehr Räder (881.000) als Einwohner (811.000). Etwa 100.000 werden jährlich gestohlen  und 25.000 landen in den Kanälen. Von denen sollen aber nur 8.000 heraus gefischt werden. Was ist mit den übrigen 17.000, frag ich mich da. Ich jedenfalls habe keins davon  im Wasser gesehen.

Fast 60% der Amsterdamer sind täglich auf insgesamt 400 km Radwegen unterwegs.

Und deswegen muss man auch auf die Radler aufpassen, die meisten sitzen entspannt und aufrecht auf ihren Rädern. Aber dann gibt es wie bei uns auch die Rambos.

Anfangs kam ich mir vor wie ein Landei in der großen Stadt, die Räder schienen von allen Seiten zu kommen, dazu noch Autos, Trambahnen und Fußgänger. Aber man gewöhnt sich an fast alles.

 

 Die Fotos:         Ein Spezialfahrzeug "verwijdert", (entfernt) herrenlose Drahtesel, Fahrrad-Tiefgarage,

                              Spassräder für Gruppen, ein Holzrad und Humor im Körbchen.

 

Yes we surely will, Amsterdam!


Abendstimmung

Abendstimmung in Amsterdam

 

Soo niedlich, diese kleinen Fahrräder! Hätte ich vielleicht doch eines kaufen sollen?

Fahrrad en miniature

Malerische Grachten und Häuser

Giebel- und Fassadenschmuck im Zuckerbäckerstil

Prachtgiebel in Amsterdam
Giebel in Amsterdam

Puristisch ist das genaue Gegenteil von dem, wie sich die Giebel, Türen und Fassaden der liebevoll gepflegten alten Häuser präsentieren.

Viele haben als Fundament immer noch die alten Eichenpfähle, die Restaurierungen sind entsprechend aufwändig. Im Laufe der Jahrhunderte ist das Holz teilweise verrottet, die Häuser lehnen sich dadurch so manches Mal malerisch aneinander.

 

Amsterdamer Impressionen

Amsterdamer Gracht
Hausboote in Amsterdam vor Häuserreihe
Gracht in Amsterdam
Amsterdamer Häuserreihe

 

Jede Gracht mit ihren Häuserreihen ist unverwechselbar. Daran sind wahrscheinlich die Steuern schuld. Die Steuern wurden nach Fassadenbreite berechnet, also konnte man nicht mit breiten Häusern hervorstechen. So wurde das Wenige, was man präsentieren konnte, auf das Schönste ausgeschmückt

Auch die Türen und Tore zeigen sich individuell in ihrer Gestaltung.

 

Bunte Türen-Vielfalt in Amsterdam

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Blume des Jahres 2017

Klatschmohn

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als wenn der Mohn aus den Feldern und brach-liegenden Flächen leuchtet.

Das ist der Inbegriff von Sommer  für mich.


Als Kind habe ich mich oft auf meinen Platz in ein Kornfeld neben unserem Haus geschlichen.

Stundenlang lag ich da, geschützt vom wogenden Getreide. Der leicht staubige typische Sommergeruch lag in der Luft, alle Geräusche waren weit weg.

Die Wolken bildeten ständig neue Gestalten aus, die Bienen summten und die Schwalben segelten über mir.

Und dann war da das Unkraut: Roter Mohn, Blaue Kornblume und weiß-gelbe Kamille. Ein Ärgernis für den Bauern, eine Freude für mich. Der Mohn tanzte bei jedem Windhauch über meinem Kopf.

Durch mein Maler-Elternhaus war ich vielleicht besonders für Schönheit und Farben sensibilisiert, aber die Sinne aller Kinder sind weit für die Natur und ihre Schönheit geöffnet.

Der Mohn ist in diesem Jahr endlich Blume des Jahres geworden. Sein Lebensraum wird immer kleiner, zum Glück lassen mittlerweile einige Bauern auch "Unkraut" im Feld.

Die Fotos zeigen ein Roggenfeld in Aufkirchen, ein Gerstenfeld bei Dorfen und eine Brachfläche (Kornblume mit Mohn) in München-Sendling.

 

Mohnblüten
Der Mohn im Roggen
Mohnblüte
Mohn und Gerste
Mohn im Gerstenfeld
Seidiger Mohn
Schönheit im Feld
Kornblume

Mohn im Getreidefeld
Klatschmohn im Feld

Mohn in der kunst

Kaum ein Maler, der Blumen und Felder gemalt hat, hat sich der Schönheit und Leuchtkraft des Mohns entziehen können.

Claude Monet ist der bekannteste Mohnmaler, 

Vincent van Gogh,  Emil Nolde,  Gustav Klimt,  Pierre Auguste Renoir,  Alphonse Mucha, 

Georgia O`Keeffe und  Odilon Redon fallen mir auf Anhieb ein.

Wobei ich Redon mit der Leuchtkraft seiner Pastellkreiden eindeutig bevorzuge, obwohl Mohn immer schön ist.

 

Von meinem Großvater besitze ich zwei kleine Ölbilder. Er war in der Spachteltechnik ein wahrer Meister. In dieser Art hat er viele kleine Blumenbilder zum Broterwerb produziert.

Die gingen buchstäblich auch weg wie geschnitten Brot, sein großer Charme und der kleine Preis (20 oder 25 DM, etwa 1965/70) taten ihr übriges.

Mohnbilder bei uns zu Hause

Bernhard Meier-Laatzen "Mohn"
Bernhard Meier-Laatzen "Mohn"

Mohn vo Angelika Brach

 

Das andere Mohnbild bei mir zu Hause ist von der Künstlerin Angelika Brach aus Puchheim. Hier schätze ich die für das Aquarell typische Leichtigkeit.

Ihre Bilder kann man nach wie vor kaufen, wenn man im PC ihren Namen eingibt, kommt man gleich auf ihre Homepage.

Vielleicht gefallen ihnen die Bilder so gut wie mir!?

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Schnittlauchbrot Variante

Mein Abendessen heute

-einfach nur gut

Schnittlauchbrot

Vollkommen satt und sehr zufrieden macht mich ein schlichtes Schnittlauchbrot. Natürlich kulinarisch betrachtet!

Brot dick mit süßem Senf bestreichen und dann in die  Schnittlauchröllchen drücken.

So bleibt mehr Schnittlauch kleben. Und was ist das Wichtigste an einem Schnittlauchbrot?  Genau!

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Weißer Mauerpfeffer

Winzige Schönheit

Bienenfreund

Weißer Mauerpfeffer
Weißer Mauerpfeffer

In unserem Garten darf so einiges blühen, was bei vielen anderen Hobby-Gärtnern gar nicht erst die Chance zu wachsen gehabt hätte.

Mauerblümchen trifft es nicht ganz,

es ist der Weiße Mauerpfeffer.

Er hat sein Plätzchen in den Ritzen des roten Klinkerpflasters in einer Ecke unserer Terrasse.

Vor der Blüte kann man ihn auch essen, entweder gekocht oder roh.

Bienen und Schmetterlinge lieben ihn wegen seines Nektarreichtums.

Und um diese Blüte so zu sehen, braucht man entweder ein Vergrößerungsglas oder eine Kamera mit guter Makrofunktion.

Um meinen Fotoapparat auszuprobieren, halte ich auf fast alles drauf. Auch auf diese unschein-baren, nur wenige Millimeter kleinen Blüten.

Erst beim Bearbeiten entdeckte ich die  perfekte Schönheit des Winzlings.

Weißer Mauerpfeffer
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Akelei

Portraits der zarten Schönen

und zusätzlich kleine Erklärungen/Hinweise zu den Fotos.

Akelei

Eine Fülle der schönsten, unterschiedlichsten Akelei schmücken den naturnahen Garten meiner Schwiegermutter. Sie samen sich überall aus und scheinen alljährlich neue Varianten hervor zu bringen. Einige davon schmückten den Geburtstagstisch zu ihrem 96sten Geburtstag .

In der einen Hand die Vase und in der anderen die Kamera, legte ich los.

Akelei

Das Zimmer war leider etwas dunkel, aber ich kenne seit gut einem Jahr die Lichtstärke und das Verarbeitungsprogramm meiner Kamera (Sony RX 100 III). Und so habe ich trotzdem einige Fotos gemacht. Die intelligente Automatik leistet mir hier hervorragende Dienste, ich benutze selten eine andere Einstellung, wenn es schnell gehen soll.

Da mir die Minimalanleitung zur Kamera nicht gereicht hat, war ich froh und glücklich ein gedrucktes Handbuch zum Fotoapparat  im Buchhandel zu finden. Ich habe unterwegs nicht ständig den Computer in meiner Handtasche dabei, da nehme doch eher mal das Buch mit.

Um einen kleinen Ausschnitt wählen zu können, stelle ich die maximale Bildgröße ein. In meinem Fall ist es 20M  und wenn ich es nicht vergesse, auch extrafeine  Qualität. Das bedeutet mehr Pixel pro Quadratzentimeter, heißt auf der anderen Seite aber auch, dass die Speicherkarte möglichst groß sein sollte. Ich bin bei 32GB gelandet und  und benutze die 12GB als Ersatz.

Akelei

Als Bildbearbeitungsprogramm habe ich mir das kostenfreie GIMP (an dieser Stelle ein DANKE an die Entwickler) heruntergeladen, habe mir ein ganz dickes passendes Anleitungsbuch gekauft und wurschtel mich damit ganz gut durch. Wenn mir das Buch zum Verständnis nicht ausreicht, lasse ich es mir von netten, computeraffinen Leuten im Internet erklären.

Bei drei Fotos hat es ausgereicht den Ausschnitt zu wählen, die Helligkeit zu korrigieren und etwas nach zu schärfen.

Akelei

Dieses Foto habe ich auf  verschiedene Arten mit GIMP bearbeitet, da es nicht ganz scharf war. Zuerst weich gezeichnet, dann die Farben intensiviert, eine Leinwandstruktur hinzugefügt und zuletzt ein Ölgemälde simmuliert.

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Der Kuchen zum 96sten Geburtstag

Ende gut, alles gut

Oder: Pleiten, Pech und Pannen

 

Meine Schwiegermutter hat von klein auf gerne Schokolade gegessen.

Dass ich ihr dann keinen Obstkuchen backe,  ist wohl selbstverständlich, zumal sie Obst nicht so gerne isst.

Mit ihren kulinarischen Vorlieben müsste sie normalerweise Vitaminmangel und Diabetes Typ 1, wahlweise Typ 2 haben, hat sie aber nicht.

Aber hier geht es um das Rezept und nicht die Laborwerte meiner Schwiegermutter.

 

Ich wollte mal wieder ein neues Rezept ausprobieren. Sollte kein Problem mit meiner Backerfahrung  sein, dachte ich. Aber ich war wohl nicht konzentriert genug. 

Beide Kuchen (2 x 18 cm) bildeten eine unerwünschte Kuppel aus. Das Durchschneiden ging aber zum Glück nahezu problemlos.

 

Als Krönung des Ganzen war eine Nuss-Nougat Sahne vorgesehen. Ich  hatte dann so etwas wie einen Blackout und gab die geforderte Menge Nuss-Nougat Creme gleich zur kalten Sahne dazu.

Zu meiner Entschuldigung kann ich auf das Rezept verweisen: Sahne mit Nuss-Nougat Creme steif schlagen.

UND SONST STAND DA NICHTS !

Wenn ich schon mal einem Rezept wortgetreu folge, geht es prompt schief.

Natürlich war das Ergebnis keine homogene Nougat Sahne, allenfalls eine misslungene Nougat Buttercreme.

Für eine leckere Ganache hatte ich zum Glück genügend Schokolade und Sahne im Haus.

 

Das abgeänderte Rezept

Zutaten

 Rührteig                                                                                                             Füllung

250 g     weiche Butter

200 g     Zucker

2 P.         Vanille/Vanillinzucker

4              Eier

350 g     Mehl

1 P.         Backpulver

1 Prise  Salz 

100 ml  Milch (eventuell etwas mehr)

1 EL       Instant Espresso oder Kaffeepulver

2 EL       Kakaopulver

100 g     Schokolade, Mokka oder Zartbitter

 

100 g   weiche Butter

100 g   Puderzucker

100 g   Nussnougat-Creme

100 g  Fruchtaufstrich oder

Marmelade (herbsäuerlich)

 

GANACHE

280 g     Bitterschokolade

200 ml  Sahne

 

DEKOR   Zutaten nach Belieben


Zubereitung

Teig

für eine große (26/28 cm) oder zwei kleine Backformen (16/18 cm)

Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz  mit einem Rührgerät schaumig rühren, dann einzeln die Eier einrühren.

Mehl mit Backpulver, Kakao und Espresso/Kaffeepulver mischen und sieben, dann abwechselnd mit der Milch unter die Ei-Buttermasse rühren.

Zum Schluss die zerkleinerte Schokolade unterheben.

Der Teig soll schwer reißend sein, also nicht am Rührgerät hängen bleiben (Milch zufügen) oder schnell herunter fallen (Mehl unterrühren).

Den Teig in die gefettete, mit Mehl bestäubte Backform(en) füllen, glatt streichen und bei 

180°  Ober/Unterhitze

160°  Umluft 35-45 Minuten backen.

In der Form etwas abkühlen lassen, dann auf ein Backgitter stürzen.

Nach dem Auskühlen zweimal waagerecht durchschneiden.

Die untere Lage entweder auf eine Tortenplatte oder einen Kuchenretter setzen, dünn mit Fruchtaufstrich bestreichen oder aprikotieren. Dann die Hälfte der Füllung auf dem Boden verteilen. Mit der zweiten Lage genau so verfahren und Lage drei aufsetzen.

Füllung

Weiche Butter mit dem Puderzucker verrühren, dann die  Nussnougat-Creme nach und nach unterrühren. Die Masse sollte glänzen. Wenn nicht, ist das kein Beinbruch, der Geschmack ändert sich dadurch nicht.

 

Ganache

Die Sahne in einem kleinen Topf aufkochen lassen, in der Zwischenzeit die Schokolade hacken. Die kochende Sahne über die Schokolade gießen und glatt und glänzend rühren.

Wer möchte, kann im Verhältnis 4 (Schoko) : 3 (Sahne) mehr machen und einfrieren.

Die Ganache sollte bei Zimmertemperatur mehrere Stunden abkühlen.

Weil ich es eilig hatte, habe sie im eiskalten Wasserbad gerührt bis man sie streichen konnte. 

Dann kam der fertige Kuchen noch für drei Stunden in den Kühlschrank.

Dekor

Die Torte hätte ich im Normalfall mit gehackten oder gehobelten Nüssen und Schokoröllchen verziert.  Aber Nüsse sind für viele ältere Herrschaften schlecht zu essen.

Aber da meine Schwiegermutter Margeriten sehr liebt, habe ich fertiges Fondant in Blumenformen gedrückt, Blätter und Stängel frei geformt und zum Teil mit Lebensmittelfarbe   angemalt.

Kleine essbare Blüten, Gold oder kandierte Blüten hätte ich mir ebenso gut vorstellen können.

 

Diese Torte ist ausgesprochen gehaltvoll, wir waren nach 1/8 der kleinen Variante schon gesättigt.  Nummer zwei wurde eingefroren.

Ach ja, sie hat der Schwiegermutter und der ganzen Familie gefallen und vor allem geschmeckt.

Und die Kuppel hätte ja auch so geplant sein können!

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Bärlauchblüten-Pesto

Zartgrün und ganz besonders

Bärlauchblüten- Pesto

Unser Garten hatte trotz des Regenwetters noch einige schöne Bärlauchblüten zu bieten, davon habe ich etwa vier Handvoll gesammelt.

Ich wasche sie immer, das ist aber nicht wirklich notwendig. Danach vorsichtig in einem Küchentuch trocken schleudern.

 

4              Handvoll Bärlauchblüten

8 EL        Nüsse, Mandeln, Pistazien,

                Sonnenblumenkerne o. Ä.

1 Tasse  Olivenöl

1 Prise   Zucker

                Salz und Parmesan

                nach Geschmack

                       

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und pürieren .

Dann in vorbereitete (ausgekochte) kleine Gläser füllen und die Masse zusätzlich mit ein paar Tropfen Olivenöl bedecken.


Insgesamt hatte ich etwa 400g Pesto, die ich auf leere Kaperngläser verteilt habe.

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Eine besondere Köstlichkeit

Eingelegte Bärlauchknospen

Bärlauchknospen süßsuer

Es ist schon ausgesprochen mühsam, ein paar Blütenknospen für diesen kulinarischen Leckerbissen zu sammeln. Aber es lohnt sich garantiert!

Als Mitbringsel ist es bei Bärlauchfreunden und Gourmets sehr begehrt, falls Sie etwas übrig lassen.

In einer knappen Stunde habe ich es geschafft etwa 140g Knospen zu sammeln. Danach hatte ich keine Lust mehr auf dem Boden herum zu kriechen.

Der Rest allerdings ist ein Kinderspiel: Waschen und in einem Geschirrtuch oder Küchenrolle trocknen.

Kleine Gläser mit passenden Deckeln auskochen, trocknen lassen und auf einem feuchten Küchentuch bereit stellen.

Nun die Knospen einfüllen und vorsichtig etwas nachdrücken.

 

140g       Bärlauchblütenknospen

300ml    Balsamico Essig

100ml    Wein

1 EL        Zucker

1 TL        Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Kräuter nach Belieben,

frische oder getrocknete

Den Essig  mit dem Wein und den Gewürzen aufkochen. Den Sud sofort in die vorbereiteten Gläser bis zum Rand füllen und den Deckel aufsetzen.

Die Gläser umdrehen. Etwa 2-3 Wochen ziehen lassen und dann genießen oder verschenken.


Dieses Mal habe ich weißen Balsamico Essig und einen kräftigen Rotwein genommen. Der Wein war geöffnet und der Sud bekam auf diese Weise einen attraktiven Rotton. 

 

Den geernteten Bärlauchknospen die Menge der Gewürze und der Essig/Weinmischung anpassen.

Anderen Essig, dunklen Balsamico und Weisswein nach Gusto verwenden, statt des Weins geht auch Wasser. Einfach mal ausprobieren.

Über die Haltbarkeit kann ich wenig sagen, da nach ein paar Wochen alles weg gegessen ist. Aber es sollte mindestens ein halbes Jahr haltbar sein.

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Wunderschöne Blumen?

So schön ist Bärlauch

Strauß aus Bärlauchblüten

Bärlauch im eigenen Garten ist sehr dekorativ und praktisch, da immer frisch verfügbar.

Ich bin nicht mehr auf ferne Wälder oder halb verwelkte Bundware angewiesen .

Außerdem schont es die Haushaltskasse bei unserem Verbrauch.

Dass  Bärlauch sehr gesund ist wie alle Knoblauch- oder Zwiebelgewächse, hat sich inzwischen auch herum gesprochen. Nur Kochen bekommt ihm nicht! 

Ich friere ihn als Kräuterbutter oder mit etwas Olivenöl püriert zur späteren Verwendung ein.

Bärlauch enthält u.A. Allicin, Spurenelemente, Mineralstoffe und viel Vitamin C.

Der Name (allium ursinum) soll tatsächlich auf die Bären zurück gehen, die ihn nach ihrem langen Winterschlaf verputzten. Und auch die Kelten und Germanen wussten um die Heilkraft des wilden Knoblauchs. Er soll z.B. cholesterinsenkend und gefäßreinigend sein, außerdem bei der Darmregulierung unterstützen.

Aber Vorsicht: Nicht mit Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen (hochgiftig) verwechseln, Geruchsprobe (zerreiben)!

Leider ist die Bärlauchzeit schon fast vorbei. Einige wenige Knospen sind noch in unserer hauseigenen Plantage und viele Blüten. (Rezepte folgen)

Vor wenigen Jahren haben wir noch zwei kleine Töpfe mit viel Hoffnung unter die Büsche in der Nordost-Ecke gepflanzt.

Mittlerweile kann ich ihn schon großzügig verschenken und es wird von Jahr zu Jahr mehr.

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Spargel einmal anders

Grüner Spargel mit Ricotta-Kartoffelstampf

Hier verstecken sich drei Rezepte

Grüner Spargel mit Kartoffel-Ricotta Pürree

Normalerweise liebe ich die Abwechslung, bei Spargel allerdings fällt es mir sehr schwer.

Bei uns gibt es zu 95% grünen Spargel, und ich mache fast immer dieses Rezept. Gerade erst gegessen, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Der grüne Spargel hat mehr Vitamine und schmeckt herzhafter, ist zudem schneller zu putzen und hat eine geringere Kochzeit.

Grüner Spargel

500g         grüner Spargel

500g         Kartoffeln, mehlig kochend

250g         Ricotta

1/2 - 1       Zitrone (Saft)

1/2 l          Gemüsebrühe, Instant oder frisch

1-2             Schalotten

                   oder 1 rote Zwiebel

                   oder 2-3 Frühlingszwiebeln

                   Salz

                   Pfeffer

                   Olivenöl

Den Spargel waschen, im unteren Drittel schälen und holzige Stellen abschneiden.

Die Kartoffeln schälen und würfeln, mit wenig Brühe (soeben bedeckt) zum Kochen bringen und etwa 15-20 min weich kochen.

Kurz bevor die Kartoffeln kochen, Wasser mit etwas Butter, Salz, einer Prise Zucker und einem Spritzer Zitrone für den Spargel aufsetzen ( ich nehme meinen Bräter).

Mit den Schalen und abgeschnittenen Enden wird die Brühe kräftiger!


Während der Spargel und die Kartoffeln kochen, die Schalotten (oder Zwiebel) sehr fein würfeln .

(Alternativ Frühlingszwiebeln sehr fein schneiden).

Mit Olivenöl, Zitronensaft, Pfeffer, Salz und Ricotta in eine Schüssel geben und vermischen.

Die gegarten Kartoffeln zerstampfen und mit der Ricottamischung verrühren.

Eventuell mit Tomaten servieren und garnieren.

Diese Menge ist ausreichend für 2-3 Personen, ich bereite oft mehr zu. Dann mache ich aus den Resten einen Auflauf.

Den Ricotta-Kartoffelstampf in einer Auflaufform glattstreichen, nach Gusto eventuell Schinkenscheiben , dann den Spargel verteilen und Käse darüber streuen.

Die Form bei 150-180 Grad in den Backofen, bis der Käse verläuft und gebräunt ist.

Die Spargelbrühe entweder so genießen oder mit z.B. Ei und Sahne legieren und nachwürzen.

 

Ergänzung 13.6.2017

Spargelauflauf

Nun habe ich auch mal den Auflauf vom zweiten Tag fotografiert.

Unser Wein dazu war ein gut gekühlter feinwürziger Grauburgunder aus Württemberg, eine perfekte Ergänzung  zu diesem Essen.


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Frühling

Der Frühling und ich sind zurück

Die vier Monate seit meinem letzten Eintrag sind wie im Flug vergangen.

Im Idealfall stellt sich wieder eine gewisse Regelmäßigkeit mit meinen Fotos und Einträgen ein.

Das neue Jahr forderte gleich zu Anfang genau so viel von mir wie das alte Jahr, meine Mutter scheint ständig zu stürzen und hat sich vor einem Monat den Oberschenkel gebrochen.

Zusätzlich geht im Haus gerade alles (na ja, etwas übertrieben) kaputt an Geräten und Sonstigem.

Das nervt und erfordert immens viel Aufwand.


Unvoreingenommene könnten übrigens bei uns glauben, das Haus ist ein Flohmarkt. So viele alte Sachen von Verwandten bevölkern jeden Raum. Dabei haben etliche Schätze und Kuriositäten über ein bekanntes Online-Auktionshaus neue Liebhaber gefunden. Kostet enorm viel Zeit mit Fotos, Beschreibungen und verschicken. Aber es tut auch gut zu wissen, dass sich andere daran freuen.

Mini-Tour mit E-Bike, Maibaumvertretung in Farchach links unten

Gottesmutterkapelle in Aufhausen mit Blick in die Landschaft


Der Garten war nur noch Wildnis zu nennen, auslichten, entfernen, sägen, häckseln und hier ist kein Ende ab zu sehen. Hier steht ein neuer Rasenmäher an, wen wundert es noch!

Mein altes Fahrrad täte es noch im Gegensatz zu E-Herd, Kühlschrank, Waschmaschine etc., aber ich bin kaum noch damit gefahren (die Berge!). Und nun wartet ein E-Bike in meiner Lieblingsfarbe mit mir auf den Frühling!

Die Farbe war dabei nur das Zuckerl. Mein Rennross ist stabil, mit Rücktritt und bayrischer Herkunft gemäß dem Motto erworben: „Think global, buy local“.

Die kurzen Fahrten haben mir Lust auf mehr gemacht – und ich hänge meinen Mann ab!

Mal sehen,wie lange er das aushält.

Vorher

Nachher


Der Frühling hat sich endlich zurück gemeldet (Dienstag soll es noch einmal schneien), aber Väterchen Frost hat sichtbare Schäden hinterlassen. Mein wunderschönes „Tränendes Herz“ hat es wie im letzten Jahr erwischt und auf Walnüsse hoffen wir wohl auch wieder vergeblich.

Kräuter und Blumen harren im Haus wärmerer Tage                         ...es muss doch Frühling werden !

Der Schnee kam nicht am Dienstag, dafür aber nass und schwer am Mittwoch.

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Meine Mama und ich

Meiner Mutter habe ich letztendlich diesen Blog zu verdanken.

Wie und warum erzähle ich hier und eigentlich sollte das der erste Blog-Beitrag werden. Aber die anderen Themen wie Rezepte, Unterwegs und die anderen sind so viel einfacher zu verfassen. Zu privat möchte ich nicht werden, aber persönlich genug.

 

Mama - 23 Jahre jung und mit 89 Jahren

 

Als ich meinen kleinen Schmuckladen schloss, hatte ich die Vision von etwas weniger Pflichten und mehr Freizeit. Ich wollte meine Freunde, Familie und Kinder häufiger sehen.

Dass das Leben endlich ist, musste ich schmerzlich im Dezember 2014 erfahren, als mein "kleiner" Bruder an den Folgeschäden seiner Leukämie starb.

Schon vor einiger Zeit war meine Mutter in ein Heim in München übersiedelt, damit ich mich besser

um sie kümmern kann. Vor nunmehr 10 Jahren diagnostizierten die einen Ärzte Alzheimer, andere unklare Demenz, was immer das heißt. Ich übernahm die Betreuung  und zwar sofort.

Wegen "Gefahr im Verzug", wie es im Amtsdeutsch heißt.

 

 

Die Angelegenheiten meines Schmuckladens waren kaum erledigt, erkrankten innerhalb weniger Monate meine Mutter , meine Schwester (Lungenembolie) und mein Bruder (Lungenentzündung) schwer. Die Sorge um meine Lieben setzte mir sehr zu. Bei meiner  Mutter war es lebensbedrohlich, ich musste mit ihrem Tod rechnen.

 

In dieser Zeit begann ich mich verstärkt wieder auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren. Auf meinem täglichen Weg zu den verschiedensten Münchner Kliniken sog ich regelrecht die Schönheit des erwachenden Frühlings in mich auf.

Der Fotoapparat wurde wie früher wieder zu meinem ständigen Begleiter. Statt der schweren Spiegelreflex mit zusätzlichen Objektiven und Filtern habe ich eine kleine Kompaktkamera.

 

Zu der Belastung durch die Krankheiten wurden mir ständig Entscheidungen abverlangt zu medizinischen Behandlungen und Operationen.

Ich las mich durch zahlreiche Foren zu Alzheimer, humanem Sterben, Palliativmedizin, Ernährung  und Ethik. Auch mit der Frage operieren (2x Gallenblasenentzündung) oder nicht musste ich mich auseinander setzen, da die Ärzte uneins waren.

 

Drei Monate lang nahm die Familie Abschied von meiner Mutter, ich hatte inzwischen alle notwendigen Entscheidungen zur Bestattung getroffen und mich für ein Palliativprogramm entschieden.

Mama war nur noch Haut und Knochen, innerhalb eines guten halben Jahres hat sie sich wunderbar erholt und wieder ihr altes Gewicht. Im Juli konnten wir ihren 89. Geburtstag feiern.

Ihre Mutter ist ein Wunder, bekomme ich immer wieder mal zu hören.

Ich denke und hoffe, dass meine häufigen Besuche auch dazu beitragen.

 

 

Ich habe immer wieder andere ebenso hilflose Menschen wie mich getroffen. Vielleicht kann ich ein wenig Mut machen, sich mit dem Sterben auseinander zu setzen und einen eigenen Weg zu entwickeln, damit fertig zu werden.

Und vor allem bis zum letzten Atemzug zu leben.

 

Kindergarten und Hort grenzen direkt an den Friedhof in Aufkirchen,  hier herrscht ein selbstverständliches Nebeneinander von jungem, unbeschwerten Leben und dem Tod.

Was ist anders als früher?

Geburten und Sterben waren in das normale tägliche Leben eingebettet, selbst den Kindern waren der Tod , Siechtum und Krankheiten vertraut. Und auch die Kleinsten nahmen Abschied von den Sterbenden. Feste Rituale erleichterten zusätzlich die Bewältigung der Aufgaben, die Nachbarn und Verwandten halfen. 

Meine Freundin Rita starb viel zu jung und hinterließ zwei kleine Töchter, es war eine schöne Leich, wie man in Bayern sagt. Alle weinten und lachten gleichzeitig und gedachten ihrer, ließen schöne und lustige Momente wieder aufleben. Anfangs war es befremdlich für mich, dann aber verstand ich den Sinn dahinter.

Meine Familie ist wie die der meisten Menschen weit verstreut, jede Generation ist eingespannt in die täglichen Pflichten. Und oft gibt es vier  Generationen.

Pensionäre und Rentner haben häufig noch Elternteile, bei meinem Mann und mir sind es die Mütter.  Seine Mutter ist inzwischen 95 Jahre alt.

Aus meiner Familienforschung weiß ich, dass es in vergangenen Jahrhunderten die absolute Ausnahme war, etwa 90 Jahre alt zu werden.

Da war zum Beispiel im Kirchenbuch vermerkt: "Er starb alt und lebenssatt!"

 

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