When I`m 64

Sir Paul McCartney wird heute auch ganz anders über 64-Jährige denken als früher, er würde das Lied mit Sicherheit nicht mehr so schreiben.

Mittlerweile ist er 75 Jahre alt und sein Leben ist mit Sicherheit nicht so beschaulich und langweilig, wie er es beschrieb.

 

Als Kind kamen mir alle Erwachsenen alt vor, aber der Blickwinkel ist nun ein anderer. Innerlich fühle ich mich oft wie ein junges Mädchen, nur dass mein Körper es mitunter anders sieht. 

 

In der letzten Zeit war ich mit Situationen konfrontiert, die mich stark herausgefordert und mitgenommen haben. Aber ich bin wieder ich und will hier ein wenig davon erzählen. Und von anderen Themen rund um plus/minus 64.

Frau Weede hat mich für den BR befragt

Nicht bekannt und nicht berühmt

Und trotzdem im Interview

Ein wenig überrascht war ich ja schon, als Friederike Weede vom BR bei mir anrief und sagte, dass sie mich gerne für eine Radiosendung befragen wolle.

Wir kennen uns schon einige Jahre. Sie war eine der Kundinnen in meinem kleinen Schmuckladen, zu denen ich ein nettes persönliches Verhältnis hatte.

Geübt hatten wir beide schon vor einiger Zeit mit einer ihrer Kolleginnen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Kompetenz-Bereich einiger (aller?) Redakteurinnen und Redakteure erweitert.

Neben dem redaktionellen Bereich gehört nun auch Regie, Bild und Ton inklusive schneiden dazu, der Bayerische Rundfunk hat demnach lauter Alleskönner in seinen Reihen!

 Auch da rief Frau Weede an und bat mich, die Hauptperson in ihrem Übungsfilm zu sein.

Ich ließ mich gerne auf den Spaß ein und wenig später waren die beiden Damen mit Mikrofon, Kamera und Aufnahmegerät da. Ich wurde verkabelt und los ging meine kurze Schauspielkarriere.  Ich wurde zu allem Möglichen befragt und hielt begeistert redend Steine und Ketten in die Kamera, öffnete Türen, holte etwas aus dem Fenster und arbeitete wohl auch an einer Kette.

Eine nichtsahnende Kundin, die etwas abholte, machte nach kurzer Erklärung auch mit.

Es machte in dem Fall nichts, dass ich ungestylt war, da der Film nie veröffentlicht werden würde. Das meiste fiel wohl dem Schnitt zum Opfer, bis auf das Reden waren wir alle drei blutige Anfänger.

 


 

Das ist Friederike Weede,

wer würde so einer sympathischen Frau einen Interview-Wunsch abschlagen?

Ich war ehrlich gesagt nahe dran, da wegen meiner Mutter und, und, und ... weil jede freie Minute kostbar für mich ist.

Dann habe ich aber ganz spontan zugesagt und saß schon am folgenden Tag vor dem Mikrofon, jedes Üben kann man letztendlich doch brauchen. Nach ein wenig entspanntem Geplauder ging es fast übergangslos in medias res. Ohne Lampenfieber von meiner Seite, das hat sie sehr gekonnt und raffiniert hin bekommen.

Nach einer halben Stunde war alles erledigt, Frau Weede ging zu ihrer Redaktionssitzung und ich zu meiner Mutter.

Vor lauter konzentriertem Reden haben wir verschwitzt, den Sendetermin zu thematisieren.

Die Sendung  wurde also ausgestrahlt, ohne dass ich sie verfolgt habe.

Ich habe durch eine Mail einer anderen lieben Kundin davon erfahren. Danke!

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Download
Alles Esoterik?
Eine regelmäßige Sendung von Radio Bayern 2 über Gott und die Welt, von den Themen sehr breit angelegt.
Hier geht es grob um Esoterik und auch ich wurde befragt.
170605_0830_Evangelische-Perspektiven_Go
MP3 Audio Datei 24.1 MB

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Beispiele meines Schmucks

Um Fragen zu beantworten und weiteren Fragen vorzubeugen, in der Dia-Show Beispiele meines Schmucks, den ich in meinem Laden angefertigt und verkauft habe.

 

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Akelei

Portraits der zarten Schönen

und zusätzlich kleine Erklärungen/Hinweise zu den Fotos.

Akelei

Eine Fülle der schönsten, unterschiedlichsten Akelei schmücken den naturnahen Garten meiner Schwiegermutter. Sie samen sich überall aus und scheinen alljährlich neue Varianten hervor zu bringen. Einige davon schmückten den Geburtstagstisch zu ihrem 96sten Geburtstag .

In der einen Hand die Vase und in der anderen die Kamera, legte ich los.

Akelei

Das Zimmer war leider etwas dunkel, aber ich kenne seit gut einem Jahr die Lichtstärke und das Verarbeitungsprogramm meiner Kamera (Sony RX 100 III). Und so habe ich trotzdem einige Fotos gemacht. Die intelligente Automatik leistet mir hier hervorragende Dienste, ich benutze selten eine andere Einstellung, wenn es schnell gehen soll.

Da mir die Minimalanleitung zur Kamera nicht gereicht hat, war ich froh und glücklich ein gedrucktes Handbuch zum Fotoapparat  im Buchhandel zu finden. Ich habe unterwegs nicht ständig den Computer in meiner Handtasche dabei, da nehme doch eher mal das Buch mit.

Um einen kleinen Ausschnitt wählen zu können, stelle ich die maximale Bildgröße ein. In meinem Fall ist es 20M  und wenn ich es nicht vergesse, auch extrafeine  Qualität. Das bedeutet mehr Pixel pro Quadratzentimeter, heißt auf der anderen Seite aber auch, dass die Speicherkarte möglichst groß sein sollte. Ich bin bei 32GB gelandet und  und benutze die 12GB als Ersatz.

Akelei

Als Bildbearbeitungsprogramm habe ich mir das kostenfreie GIMP (an dieser Stelle ein DANKE an die Entwickler) heruntergeladen, habe mir ein ganz dickes passendes Anleitungsbuch gekauft und wurschtel mich damit ganz gut durch. Wenn mir das Buch zum Verständnis nicht ausreicht, lasse ich es mir von netten, computeraffinen Leuten im Internet erklären.

Bei drei Fotos hat es ausgereicht den Ausschnitt zu wählen, die Helligkeit zu korrigieren und etwas nach zu schärfen.

Akelei

Dieses Foto habe ich auf  verschiedene Arten mit GIMP bearbeitet, da es nicht ganz scharf war. Zuerst weich gezeichnet, dann die Farben intensiviert, eine Leinwandstruktur hinzugefügt und zuletzt ein Ölgemälde simmuliert.

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Meine Mama und ich

Meiner Mutter habe ich letztendlich diesen Blog zu verdanken.

Wie und warum erzähle ich hier und eigentlich sollte das der erste Blog-Beitrag werden. Aber die anderen Themen wie Rezepte, Unterwegs und die anderen sind so viel einfacher zu verfassen. Zu privat möchte ich nicht werden, aber persönlich genug.

 

Mama - 23 Jahre jung und mit 89 Jahren

 

Als ich meinen kleinen Schmuckladen schloss, hatte ich die Vision von etwas weniger Pflichten und mehr Freizeit. Ich wollte meine Freunde, Familie und Kinder häufiger sehen.

Dass das Leben endlich ist, musste ich schmerzlich im Dezember 2014 erfahren, als mein "kleiner" Bruder an den Folgeschäden seiner Leukämie starb.

Schon vor einiger Zeit war meine Mutter in ein Heim in München übersiedelt, damit ich mich besser

um sie kümmern kann. Vor nunmehr 10 Jahren diagnostizierten die einen Ärzte Alzheimer, andere unklare Demenz, was immer das heißt. Ich übernahm die Betreuung  und zwar sofort.

Wegen "Gefahr im Verzug", wie es im Amtsdeutsch heißt.

 

 

Die Angelegenheiten meines Schmuckladens waren kaum erledigt, erkrankten innerhalb weniger Monate meine Mutter , meine Schwester (Lungenembolie) und mein Bruder (Lungenentzündung) schwer. Die Sorge um meine Lieben setzte mir sehr zu. Bei meiner  Mutter war es lebensbedrohlich, ich musste mit ihrem Tod rechnen.

 

In dieser Zeit begann ich mich verstärkt wieder auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren. Auf meinem täglichen Weg zu den verschiedensten Münchner Kliniken sog ich regelrecht die Schönheit des erwachenden Frühlings in mich auf.

Der Fotoapparat wurde wie früher wieder zu meinem ständigen Begleiter. Statt der schweren Spiegelreflex mit zusätzlichen Objektiven und Filtern habe ich eine kleine Kompaktkamera.

 

Zu der Belastung durch die Krankheiten wurden mir ständig Entscheidungen abverlangt zu medizinischen Behandlungen und Operationen.

Ich las mich durch zahlreiche Foren zu Alzheimer, humanem Sterben, Palliativmedizin, Ernährung  und Ethik. Auch mit der Frage operieren (2x Gallenblasenentzündung) oder nicht musste ich mich auseinander setzen, da die Ärzte uneins waren.

 

Drei Monate lang nahm die Familie Abschied von meiner Mutter, ich hatte inzwischen alle notwendigen Entscheidungen zur Bestattung getroffen und mich für ein Palliativprogramm entschieden.

Mama war nur noch Haut und Knochen, innerhalb eines guten halben Jahres hat sie sich wunderbar erholt und wieder ihr altes Gewicht. Im Juli konnten wir ihren 89. Geburtstag feiern.

Ihre Mutter ist ein Wunder, bekomme ich immer wieder mal zu hören.

Ich denke und hoffe, dass meine häufigen Besuche auch dazu beitragen.

 

 

Ich habe immer wieder andere ebenso hilflose Menschen wie mich getroffen. Vielleicht kann ich ein wenig Mut machen, sich mit dem Sterben auseinander zu setzen und einen eigenen Weg zu entwickeln, damit fertig zu werden.

Und vor allem bis zum letzten Atemzug zu leben.

 

Kindergarten und Hort grenzen direkt an den Friedhof in Aufkirchen,  hier herrscht ein selbstverständliches Nebeneinander von jungem, unbeschwerten Leben und dem Tod.

Was ist anders als früher?

Geburten und Sterben waren in das normale tägliche Leben eingebettet, selbst den Kindern waren der Tod , Siechtum und Krankheiten vertraut. Und auch die Kleinsten nahmen Abschied von den Sterbenden. Feste Rituale erleichterten zusätzlich die Bewältigung der Aufgaben, die Nachbarn und Verwandten halfen. 

Meine Freundin Rita starb viel zu jung und hinterließ zwei kleine Töchter, es war eine schöne Leich, wie man in Bayern sagt. Alle weinten und lachten gleichzeitig und gedachten ihrer, ließen schöne und lustige Momente wieder aufleben. Anfangs war es befremdlich für mich, dann aber verstand ich den Sinn dahinter.

Meine Familie ist wie die der meisten Menschen weit verstreut, jede Generation ist eingespannt in die täglichen Pflichten. Und oft gibt es vier  Generationen.

Pensionäre und Rentner haben häufig noch Elternteile, bei meinem Mann und mir sind es die Mütter.  Seine Mutter ist inzwischen 95 Jahre alt.

Aus meiner Familienforschung weiß ich, dass es in vergangenen Jahrhunderten die absolute Ausnahme war, etwa 90 Jahre alt zu werden.

Da war zum Beispiel im Kirchenbuch vermerkt: "Er starb alt und lebenssatt!"

 

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