Brot aus dem Topf

10 Minuten-Brot

- geht garantiert so schnell

Schnelles und saftiges Brot mit Feta und Tomaten

 

Mit erheblicher Verspätung habe auch ich das Brot im Topf gebacken.

 

Nachdem ich in diversen Blogs und Foren viel darüber gelesen hatte, reizte es mich doch sehr.

In London habe ich der Not gehorchend (labbriges, nichtssagendes Brot, wie Mother's Pride) öfter Brot gebacken. Später dann, weil Brot backen ein archaisches Vergnügen und Erlebnis ist. Gutes Brot ist ein  Lebensmittel, auf das ich nicht verzichten möchte.  An das Grundrezept habe ich mich nur in den Grundzügen gehalten, ansonsten wie bei mir üblich, selbstverständlich abgewandelt.

 

Um noch einmal kurz auf das Londoner Brot zu kommen: damals habe ich nach besten Kräften meinen Teig bearbeitet und auf den Tisch geschlagen. Die ungewohnten Geräusche riefen meine Mitbewohner  zwei Stockwerke tiefer auf den Plan. Trish und Oliver stürmten unter lautem Rufen, bewaffnet mit Stock und Riesenküchenmesser die Treppe hoch: "Eva, are you ok?"

Die Angelegenheit löste sich in lautem Gelächter auf, und auf den Schrecken lud ich sie später zum gemeinsamen Abendessen ein.

 

Und so etwas wie Brot backen soll nun in 5 Minuten erledigt sein?

Probieren geht über studieren!

 

Also habe ich   

20 g Hefe in

400 ml lauwarmem Wasser mit 1 TL Zucker und 2 TL Salz aufgelöst

600 g Weizenmehl waren gefordert (ich habe 300 g davon durch Dinkelmehl ersetzt)

beides mit 100ml Olivenöl kurz verrührt. Nun sollte der Teig in einem eingeölten Topf mit  Deckel in den 200° C heißen Ofen.

Ich habe dann 100 g Feta, 1 kleine gewürfelte Spitzpaprika und

mit kochendem  Wasser überbrühte getrocknete Tomatenstücke untergearbeitet.

Leider habe ich die geplanten  12 Oliven vergessen...

 

Also kam das Brot ohne Oliven bei 200° Ober- und Unterhitze für 40 Minuten in den Ofen (ohne Vorheizen, unteres Drittel), ich entfernte danach rezeptgemäß den Deckel und ließ es weitere 30 Minuten backen.

Es sah einfach perfekt aus und nachdem ich es mit Hilfe eines Löffels einigermaßen anständig aus der (nicht ganz passenden, bauchigen) Keramikform befreit hatte, schnitt ich schon bald das Prachtstück an.

Von dem Duft und dem Aussehen war ich sehr angetan, auch der Geschmack überzeugte. Die Konsistenz ist eher kuchenartig krümelig, durch meine Rezeptergänzungen saftig  und mit einer knusprigen Kruste. Mit etwas Butter und einem guten Glas Wein ein tolles Abendessen.

 

Tag 2: Naja, beim Bäcker würde ich das Brot nicht mehr kaufen! Es ist erheblich trockener und noch  krümeliger.

 

Fazit:

Ein Hit, wenn man es am ersten Tag aufessen kann, ansonsten experimentiere ich weiter. Topfbrot ist durch die eingeschlossene Feuchtigkeit eine tolle Methode und überzeugt mich,  das Rezept wird durch andere ersetzt werden. Und die schöne Keramikform auch durch etwas Geeigneteres, wie etwa durch einen massiven gusseisernen Topf.          

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0