Côte d Azur, Cinque Terre & Sardinien Teil 3

Roccia dell' Elefante, Castelsardo und Alghero

17.05.2018

Roccia dell' Elefante

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Und wieder scheint die Sonne, als wir uns am nächsten Morgen früh auf den Weg machen. Stopp am Roccia dell'Elefante. Der Stein bei Castelsardo sieht wirklich wie ein Elefant aus. Am Parkplatz warten zwei Schmuckhändler mit "echten sardischen Korallen" auf uns. Es ist zu 98% billige Importware, Schaumkoralle ist günstig zu haben. Bei den echten italienischen Steinkorallen gibt es massive Beschränkungen, da die Bestände sehr klein sind. Nur der Tradition wegen dürfen sie überhaupt noch geerntet werden. Und die Preise sind entsprechend hoch. So hat man auf China zurück gegriffen, wie so oft.

Was ist denn hier so interessant, was gibt es zu sehen? Jeder versucht einen Blick auf das  Stierkopfrelief zu ergattern, mit der Kamera war es deutlich besser als in Natura zu erkennen.

Die Nischen haben schon die Ursarden zur Bestattung ihrer Toten oder deren Asche in den Trachyt gehauen. Domus de Janas  ist der poetische Name, zu deutsch Häuser der Feen.

Das untere Foto zeigt die Landschaft um den Elefanten.

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Castelsardo

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Wenige Kilometer weiter warteten wir an dieser Stelle mit dem herrlichen Blick auf unseren Bus nach Castelsardo. Einen reinen Fotostopp hätten wir sicherlich nicht gemacht. Die Lage des Städtchen auf einem Kap ist spektakulär.

Oben angekommen erwartet uns eine malerische, gut erhaltene kleine Stadt, die sich um die Burg herum an den Felsen schmiegt. Natürlich geht es wieder auf und ab, wir werden mit grandiosen Ausblicken belohnt.

In Castelsardo beherrschen noch einige Frauen das traditionelle Handwerk des Korbflechtens. Die Materialien sind unterschiedliche Pflanzenfasern. Je nachdem, was vorhanden war wie zum Beispiel Seegras, Palmblätter und Halme. Die Muster hingegen waren vorgegeben, in Castelsardo sind die Spirale und das Kreuz besonders typisch. Die Frauen taten mir leid, da wir dem Führer lauschten und weiter gingen, ohne viel zu kaufen.

Die Kathedrale di Sant'Antonio Abate liegt auf einem Felsvorsprung mit einem herrlichen Blick weit über das Meer. Der Kirchturm mit den schönen Majolikakacheln diente in früheren Zeiten als Leuchtturm und steht ein Stück von der Kirche entfernt.

Das Foto in der Mitte zeigt die Madonna in der Kirche Santa Maria delle Grazie, doch ist sie für das Christusbild "Cristo Nero" berühmt. Er wird als wunderbringend angesehen, Nero=schwarz steht für die Farbe des Kreuzes aus nachgedunkeltem Ginsterholz.

Die schönen Gassen mit den gedeckten Tischen luden zum Verweilen ein. Aber keine Zeit mehr, wir gingen durch die blühenden Hänge zum Busparkplatz. Und auch hier wäre ich gerne länger geblieben.

castelsardo_sardinien
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Alghero

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Gegen 15 Uhr ereichten wir endlich Alghero, wir hatten inzwischen alle mächtigen Hunger. Ohne groß einen Blick auf die Umgebung zu werfen, fielen wir fast alle in die empfohlene Focacceria ein. Und hiermit empfehle ich sie auch, knusprig, köstlich und frisch. So gestärkt, konnten wir uns in Ruhe umsehen.

Alghero war 400 Jahre unter spanischer Herrschaft, deswegen spricht ein Teil der Bewohner noch einen alten katalanischen Dialekt. Teilweise sind die Straßenschilder zweisprachig, auch der mittelalterliche Stadtkern ist spanisch geprägt. Die für viele schönste Stadt Sardiniens ist auch ein sehr traditionsreicher Badeort.

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Direkt am Hafen fällt ein rosa Fahrrad auf einem Bunker ins Auge. Rosa ist die Farbe des Giro d'Italia und die Stadt hatte die Ehre, Startort des 100sten Giro zu sein. Rosa war überall, Blumen Transparente, Fahnen und kleine pinkfarbene Fahrräder, Die Räder zieren heute zu Laternen umgearbeitet die gesamte Stadt,

Und wie überall in Italien taucht auch hier der Name des Volkshelden Guiseppe Garibaldis auf, dieses Mal nur in Form einer Tafel an einem der Wehrtürme.

Gemeinsam mit dem Führer ging unsere Reisegruppe durch die Gassen und besuchte die beeindruckende Kathedrale di Santa Maria.

Die autofreien Gassen laden zum verweilen, schauen und bummeln ein, auch hier sind wieder die Stützbögen aus Stein zu finden.

Mich als Meer-Süchtige zog es zur Promenade. Lungomare aut italienisch. Erstaunlich fand ich die kleinen, niedrigen Häuser für die Stadt.  Die Chiesa del Carmelo steht direkt an der Strandpromenade, daneben ein sehr einladendes Cafè. Normalerweise hätte ich hier auf den Sonnenuntergang gewartet.

Etwas widerwillig gingen wir weiter und nahmen wenigstens noch ein paar Eindrücke mit. Die bunten Häuser, die mit rosa Blüten überwucherte Hafenmauer, das Segelschiff auf dem Meer (Andrea Doria ?) und die Palmenallee. Hier wartete unser Bus , wir machten uns wieder auf den Weg in das 163,4 km entfernte Cannigione.

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