Archiv2016

Frau Weede hat mich für den BR befragt

Nicht bekannt und nicht berühmt

Und trotzdem im Interview

Ein wenig überrascht war ich ja schon, als Friederike Weede vom BR bei mir anrief und sagte, dass sie mich gerne für eine Radiosendung befragen wolle.

Wir kennen uns schon einige Jahre. Sie war eine der Kundinnen in meinem kleinen Schmuckladen, zu denen ich ein nettes persönliches Verhältnis hatte.

Geübt hatten wir beide schon vor einiger Zeit mit einer ihrer Kolleginnen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Kompetenz-Bereich einiger (aller?) Redakteurinnen und Redakteure erweitert.

Neben dem redaktionellen Bereich gehört nun auch Regie, Bild und Ton inklusive schneiden dazu, der Bayerische Rundfunk hat demnach lauter Alleskönner in seinen Reihen!

 Auch da rief Frau Weede an und bat mich, die Hauptperson in ihrem Übungsfilm zu sein.

Ich ließ mich gerne auf den Spaß ein und wenig später waren die beiden Damen mit Mikrofon, Kamera und Aufnahmegerät da. Ich wurde verkabelt und los ging meine kurze Schauspielkarriere.  Ich wurde zu allem Möglichen befragt und hielt begeistert redend Steine und Ketten in die Kamera, öffnete Türen, holte etwas aus dem Fenster und arbeitete wohl auch an einer Kette.

Eine nichtsahnende Kundin, die etwas abholte, machte nach kurzer Erklärung auch mit.

Es machte in dem Fall nichts, dass ich ungestylt war, da der Film nie veröffentlicht werden würde. Das meiste fiel wohl dem Schnitt zum Opfer, bis auf das Reden waren wir alle drei blutige Anfänger.

 


 

Das ist Friederike Weede,

wer würde so einer sympathischen Frau einen Interview-Wunsch abschlagen?

Ich war ehrlich gesagt nahe dran, da wegen meiner Mutter und, und, und ... weil jede freie Minute kostbar für mich ist.

Dann habe ich aber ganz spontan zugesagt und saß schon am folgenden Tag vor dem Mikrofon, jedes Üben kann man letztendlich doch brauchen. Nach ein wenig entspanntem Geplauder ging es fast übergangslos in medias res. Ohne Lampenfieber von meiner Seite, das hat sie sehr gekonnt und raffiniert hin bekommen.

Nach einer halben Stunde war alles erledigt, Frau Weede ging zu ihrer Redaktionssitzung und ich zu meiner Mutter.

Vor lauter konzentriertem Reden haben wir verschwitzt, den Sendetermin zu thematisieren.

Die Sendung  wurde also ausgestrahlt, ohne dass ich sie verfolgt habe.

Ich habe durch eine Mail einer anderen lieben Kundin davon erfahren. Danke!

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Download
Alles Esoterik?
Eine regelmäßige Sendung von Radio Bayern 2 über Gott und die Welt, von den Themen sehr breit angelegt.
Hier geht es grob um Esoterik und auch ich wurde befragt.
170605_0830_Evangelische-Perspektiven_Go
MP3 Audio Datei 24.1 MB

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Beispiele meines Schmucks

Um Fragen zu beantworten und weiteren Fragen vorzubeugen, in der Dia-Show Beispiele meines Schmucks, den ich in meinem Laden angefertigt und verkauft habe.

 

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Wintermorgen

Die strahlende Wintermorgensonne verlockte mich zu einem frühen Spaziergang mit Fotoapparat.

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Ein besonderes Weihnachtsfest meiner Kindheit

Die Engel backen Plätzchen

 

Eine Biografie besteht nicht nur aus Fakten, sondern wird erst spannend und interessant durch die eigenen Erlebnisse und Erfahrungen.

Und sie setzt sich aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen. Mein erster Mosaikstein oder mein Biografieanfang ist das Weihnachtsfest.

Wie war das Weihnachten Ihrer Kindheit?  Viele dieser Feiern sind vielleicht schon im Dunkel der Erinnerung verschwunden, andere überdauern in der Erinnerung und in Tagebuchnotizen, Briefen und anderen Aufzeichnungen.

Geordnet und in eine Reihenfolge gebracht, haben wir den Anfang zur Biogafie schon gemacht.

Der winterliche Sonnenuntergang ist für mich untrennbar mit der Vorweihnachtszeit verbunden. Wenn ich im November und Dezember so einen Himmel sehe, freue ich mich und denke an die Erklärung meiner Mutter für die leuchtende Pracht: Die Engel backen Plätzchen.

Zweifel hatte ich keine. Im Gegenteil, meine kindliche Fantasie schmückte die wenigen Worte im Geiste aus. Ich sah die unzähligen Putti Teig anmischen , rühren und ausstechen. danach schoben sie die Bleche in den Ofen. Da war ein regelrechtes Gewimmel auf den Wolken.

Es gab in dem Dorf, wo wir aus Düsseldorf hingezogen waren zwei kleine "Tante Emma Läden".

Aber Plätzchen gab es dort nicht.

Die Weihnachtszeit fing auch erst mit dem ersten Advent an und der ersten entzündeten Kerze auf dem schlichten selbst gemachten Kranz. Dieser hatte immer dicke rote Kerzen und war mit einem seidigen roten Band umwickelt. Ein paar rote Beeren, ein wenig goldener Schmuck vervollständigte den traditionellen Kranz.

Ich kaufe bis heute nicht schon im August Weihnachtsgebäck und Süßigkeiten, sondern warte, auch wenn es schwer fällt.  Meine ständige Versuchung ist Marzipan.

Auf den schönen bunten Teller unter dem geschmückten Baum interessierten mich hauptsächlich drei Köstlichkeiten - das Marzipanbrot, die raren Orangen und die Paranüsse . Sobald die Bescherung vorbei war, feilschten wir vier Geschwister und tauschten munter drauf los.

 

Wir hatten keinen eigenen Fotoapparat, es gibt daher keine Bilder aus unserer Familie.

Hier die Schwester meiner Oma mit Mann, Kindern und dem Schwiegervater.

1939 Meine Lieblings-Tante als Baby mit ihren Eltern und den großen Brüdern.

Etwa 1951/52 Die Weihnachts-Geschenke für meine Tante vom großen Bruder.

1941 Mit dem Opa, damals musste man  Fotos nehmen, wie sie fotografiert wurden.


Ein Jahr strahlt in meiner Erinnerung besonders. Es war etwa 1959/60.

Die Atmosphäre war geheimnisvoll, zugleich voller Freude, Spannung und Erwartung. Wir Kinder waren ungeheuer neugierig und hätten zu gerne gewusst , was vor sich geht. Wie meine drei Geschwister  die Spannung aushielten, weiß ich nicht. Das Schlüsselloch war für mich tabu, hätte ich doch sonst eine goldene Nase gehabt, die meine Neugier verraten hätte. Das hatte ich aus einer der Gute-Nacht-Geschichten. Das Mädchen bekam keine Geschenke, weil es den Weihnachtsmann und seine Helfer durch das Schlüsselloch beobachtet hatte und vom himmlischen Glanz die goldene Nase zurück behielt. Das Risiko war eindeutig zu groß!

Also nervten wir meine arme Oma, die schließlich eins der Geheimnisse verriet.

Mama und Papa unterstützten den Weihnachtsmann, damit er rechtzeitig fertig wurde. Und zwar im Atelier ein paar Stufen über der Küche. Mir war klar, warum er sie ausgesucht hatte. 

Sie konnten Rahmen herstellen, restaurieren und vergolden und mein Vater außerdem malen. Das Hämmern und die anderen Geräusche waren somit erklärt.

Unsere Freude, unser Entzücken über die wunderbaren Geschenke kannte keine Grenzen. Für den Rest des Abends spielten meine Schwester und ich selig mit den Puppenwiegen.

Meine Brüder hatten einen prächtigen Flipper bekommen, rot-schwarz-gold lackiert und waren auch den ganzen Heiligabend beschäftigt. 

Geld etwas zu kaufen war oft Mangelware in unserer Familie, ein Kunstmaler hatte nun mal kein regelmäßiges Salär.

Später erzählte meine Mutter, dass der Korpus aus einem ovalen Mandarinen-Kistchen bestand. Zwei untergeschraubte Kleiderbügel, ein Himmel aus starkem Draht und zwei geopferten Nachthemden meiner Mutter. Sie nähte alles per Hand, auch den Matratzenbezug und die Bettwäsche.

Selbst mit der Nähmaschine ist es viel Arbeit, und in späteren Jahren schätzte ich die Arbeit, Liebe und Mühe meiner Eltern.

Die Geschenke in anderen Jahren waren eher praktischer Art, eine Wunschzettel oder Wünsche kannten wir nicht. Der neue Rock wurde für einige Zeit mit Trägern verkürzt, die Strickjacke war nur um weniges kürzer als der Rock. Die Ärmel wurden eingenäht oder umgeschlagen. Trotzdem waren wir immer zufrieden, wir kannten es nicht anders. Wir waren ohne Fernseher und somit ohne Vergleiche. Was kann man Schöneres sagen, als dass wir glückliche Kinder auch ohne viele gekaufte Spielsachen waren. Die meiste Zeit verbrachten wir ohnehin im Freien und kamen mit steif gefrorener Kleidung und Triefnasen  zum heißen Kakao nach Hause.

 

Und übrigens, Loriot hatte recht. Früher war mehr Lametta!  Passend zu den silbernen Kugeln, die jedes Jahr unseren Baum schmückten.

                                                                                  ALLE JAHRE WIEDER.

 

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Sauce Cumberland

Fruchtig würziges Geschenk aus der Küche

Ein wunderbarer vielseitiger Beitrag zur feinen Küche aus Großbritannien!

Passt zu Käse, feinen Pasteten, kaltem Fleisch, Tofu und vielem mehr.

 

1              ungespritzte Orange

1              ungespritzte Zitrone

1              Schalotte

3              EL Rotwein

250g      Johannisbeer Gelee (rot)

1 TL       Senfpulver             (scharfer Senf geht auch, die Soße ist dann nicht so klar)

1 Msp    Salz

 1 Prise  Cayennepfeffer (ersatzweise Harissa oder Sambal Oelek)

 1 Msp    gemahlener Ingwer

 1 Schuss Portwein

 

Zestenreißer und Zitrus-Zesten


 

 

Orange und Zitrone heiß abbürsten.

Trocknen.

Mit einem Zestenreißer die Schale in kurze Streifchen schneiden.

(Wenn man keinen hat, schält man die Zitrusfrüchte hauchdünn mit einem Sparschäler, dann die Schale in winzige Streifchen schneiden. )

Die Schalotte sehr fein würfeln.

Den Rotwein aufkochen.

Orangen- und Zitronenzesten und die Schalottenwürfel dazu geben und etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Johannisbeer Gelee mit Senfpulver, Ingwerpulver, Cayennepfeffer und Salz

würzen.

In die kalte Rotweinmischung geben, den Portwein dazu und abschmecken.

 

Ein schmackhaftes Geschenk, auch für Veganer.

 

Schmeckt zu kaltem Fleisch, Fondue, (Wild-) Pasteten, Käse und Tofu.

Wozu noch? Einfach ausprobieren!

 

 

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Schnell und raffiniert

Mango-Krabbensalat

Fruchtiger Krabbencocktail - das raffinierte Rezept ist auch für Anfänger mit etwas Geduld geeignet.

Zu beachten sind lediglich zwei wichtige Dinge.

Die Zutaten bekommt man das ganze Jahr über. Der Salat ist ein besonderer Beitrag bei einer Feier, Party oder auch ein kleines schnelles Abendessen.

Gerade jetzt um Weihnachten und Silvester ist es eine Wohltat nach den vielen süßen Sachen, die es im Überfluss gibt.

Meine Mango war sehr saftig, deswegen ist das Dressing  flüssiger als normal.

1. Die Mango sollte reif sein,  bei Druck soll sie leicht nachgeben. Im Zweifelsfall besser den Händler fragen. Die Schale  lässt sich einfach mit einem Sparschäler entfernen.

Danach gitterförmig einschneiden und bis zum Kern waagerecht in Würfel schneiden.

Umdrehen und mit der anderen Seite ebenso verfahren, nun bleibt seitlich nur noch wenig Fruchtfleisch. Naschen oder ebenfalls klein schneiden.

Nun zu den Garnelen oder Krabben. Ich esse sie selten wegen fragwürdiger Fang- und Zuchtmethoden. Man kann gefrorene Krabben /Garnelen oder Krabben/Garnelen aus dem Kühlregal nehmen. In einem Sieb auftauen lassen, beide Varianten waschen und mit Küchenpapier abtupfen.

Aber wirklich wichtig ist:

2. den Darm zu entfernen, da dieser Keime

enthalten kann. Das ist ein kleines Gedulds- spiel  und nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Er liegt außen und man erkennt ihn an der dunklen Färbung. Leicht mit einem kleinen Messer anritzen, dann vorsichtig mit zwei                                                                                                                       Fingern oder einer Pinzette herausziehen.

Der Rest ist simpel.

250-300 g Krabben mit etwas Zitronensaft beträufeln, pfeffern und sparsam salzen

1 gewürfelte Mango

125 g Kräuter Creme fraiche

vorsichtig vermischen und fertig.

 

 

Vorspeise für 6 Personen

insgesamt ca 700 kcal

ca 30 Minuten Zeitaufwand

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Karl Valentins Trost für die kommenden Wochen.

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Die tüchtige Hausfrau

Frauenleben vor 100 Jahren

Es ist hoch interessant zu lesen, was zu Zeiten unserer Ur- und Ururgroßmütter notwendig war, um eine gute Hausfrau zu sein.

Beim Lesen ist man zwischen Amusement, Mitleid, ungläubigem Staunen und  der Dank- barkeit heute zu leben hin und her gerissen.

Wobei es alleinerziehende Eltern, Mütter zwischen Arbeit, Kinder versorgen, Haushalt und womöglich alten, pflegebedürftigen Eltern

auch nicht unbedingt besser haben.

An dieser Stelle werde ich regelmäßig einen kleinen Teil des Buches herausgreifen und einfach nur darstellen. In Teilen ist es sicher auch heute noch brauchbar

Es haben wohl nur wenige Leute Gelegenheit, ein solches Buch durch zu schmökern.

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Paprika-Kartoffelgemüse

Herzhaft würzig

 

Schmackhafter wärmender Eintopf, sättigend und preiswert.

Vegetarisch, ohne Schafskäse vegan.

 

2 Zwiebeln          würfeln

2 Knoblauchzehen  wie gewohnt zerkleinern

4 - 5 Kartoffeln  schälen und ebenfalls würfeln

                                (am besten mehlig kochende) 

2 - 3  Paprika      putzen und würfeln

400 ml Gemüsebrühe

2 EL Öl

6 EL Tomatenmark

Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, Paprikapulver wenig  Salz, mehr Pfeffer und ca 1 TL Paprika

                                                                                                             100 g Feta

Zwiebeln und Knoblauch  in Öl anschwitzen

dann die Kartoffeln dazu tun

Tomatenmark kurz mitrösten

sofort die Brühe dazu geben

würzen

15 Minuten bei red. Hitze köcheln lassen

dann kommen die Paprika dazu

weitere 5-10 Minuten köcheln

mit Schafskäse und frischen Kräutern bestreuen

 

3-4 Portionen    ca  30 Minuten Zeitaufwand     ca  1000 kcal, also 250- 350 kcal pro Person

 

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Strappazada

Tomaten-Schafskäse Omelette

Solange es noch frische Tomaten gibt, rufe ich mir die Sommer in Griechenland zurück. Strappazada heißt das Omelette auf Korfu, in anderen Gegenden Griechenlands kennt man es als Kagiana. Es gibt unzählige Varianten, so habe ich es kennen gelernt.

Mitten auf der Insel in "Costas Taverna", beziehungsweise auf dem Dorfplatz von Agios Ioannis habe ich es zum ersten Mal gegessen.

Damals nahm Costas die Bestellungen auf und servierte,  seine Frau Nitsa zauberte Leckeres für die hungrigen Jugendherbergsgäste von nebenan in ihrer winzigen Küche. Die Töchter Anna und Loula halfen nach der Schule.

Mit Sicherheit waren die Zutaten um einiges schmackhafter mit sonnenverwöhnten Tomaten und Schafskäse von der Insel, vielleicht waren auch die Hühner glücklicher. 

Nun, mir schmeckt es auch zu Hause und erinnert mich an den Sommer in Korfu.

Für 2 Personen

4-5 Eier      aufschlagen, schaumig rühren

salzen, pfeffern

1 Schuss Mineralwasser oder Milch dazu tun 

 1 El Olivenöl und etwas Butter in eine große Pfanne geben

bei mittlerer Hitze stocken lassen, bis der Rand

fest wird

2 in Scheiben geschnittene Tomaten auf einer Hälfte der Eiermasse verteilen

100 g echten Feta (Schafskäse) darüber bröckeln und weiter stocken lassen, bis die Eier-Oberfläche fast trocken ist, dann vorsichtig die unbelegte Omelettehälfte über die belegte klappen. Noch etwas warten, der Schafskäse wird warm und schmilzt etwas an. Feta mit Kuhmilch bleibt fest.

in 2 Teile schneiden,

nach 10-15 Minuten auf dem Tisch.

Portion knapp 400 kcal

dazu Salat und oder Weißbrot servieren

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Ingwer Sirup

Gesund und lecker

Ingwer ist so ziemlich das Beste,  was man sich in diesen Tagen an Gutem tun kann.

Vom warmen Spätsommer ging es übergangslos in den nasskalten Herbst über.

Der Kreislauf muss sich erst wieder umstellen, ich friere leicht und dann erkälte ich mich. Heute war mir wieder kalt. Da ich nicht immer Grog trinken kann und Ingwer sowieso wesentlich gesünder ist, habe ich Sirup gemacht.

 

Ingwer Sirup

 

Für diesen Sirup benötigt man       150 g geputzten Ingwer

                                                                     250 g Zucker (bei Bedarf auch mehr oder durch Honig ersetzen)

                                                                     375 ml Wasser

                                                                     Saft von zwei Zitronen

 

Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden, mit dem Wasser pürieren, in einem Topf aufkochen und etwa 15  Minuten köcheln lassen. Den Zucker hinzu fügen und  unter Rühren etwas  mehr eindicken. Etwas abkühlen lassen und den Zitronensaft unterrühren. Durch ein Sieb passieren und in eine Flasche füllen. Er hält sich etwa eine Woche im Kühlschrank.

Am Besten das Verhältnis Sirup, Wasser selbst austesten. Es ist in etwa ein Teil Sirup mit sechs Teilen heißem oder auch kaltem Wasser.

 

Ein schönes Mitbringsel für Erkältungsgeplagte, 

 

Ingwerwasser oder auch Ingwertee genannt geht noch schneller. Ein Stückchen geschälten Ingwer in dünne Scheiben oder Stifte schneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Ein paar Minuten 

ziehen lassen und nach Geschmack süßen.

Ich trinke den Tee gerne pur, er hat nur eine leichte Schärfe.

Ingwer aktiviert unter anderem den Stoffwechsel und hilft gut gegen Übelkeit.                                                    

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Oktoberfest im Seniorenzentrum

Riesenstimmung mit Patrick Lindner

 

Im Heim meiner Mutter habe ich schon einige schöne Veranstaltungen erlebt. Ich verwende hier ganz bewusst das Wort Heim, da meine Mutter sich dort sehr wohl fühlt.

Zu dem Oktoberfest bin ich mit gemischten Gefühlen gegangen, da Schlager und Blasmusik nicht unbedingt zu meiner bevorzugten Musik gehören.

 

 

Die meisten anderen Anwesenden waren aber schier aus dem Häuschen.

Neben Patrick Lindner sorgten die  Daglfinger Musikanten für die tolle Stimmung.

Ich traute meinen Augen und Ohren nicht, so wurde mitgesungen, geschunkelt und geklatscht.

ICH WAR DOCH HIER IN EINEM ALTENHEIM UND NICHT AUF DER WIESN!

 

 

Zu eben diesem Seniorenzentrum hat Patrick Lindner eine besondere Verbindung. Lebte doch seine geliebte Mutter Hedwig bis zu ihrem Tod hier. Hier lief ich ihm auch häufiger über den Weg.  Und auch vorher schon hatte ich Berührungspunkte mit ihm.

Als es noch das Karstadt Möbelhaus auf der Theresienhöhe gab, bin ich ihm dort begegnet. Ein mir unbekannter junger Mann schenkte mir ein nettes Lächeln. Im Fernsehen erkannte ich ihn dann wieder und konnte auch den netten Kerl (O-Ton mein Mann) identifizieren. Mein Mann kannte ihn von der gemeinsamen Arbeitsstelle. Darauf angesprochen, taute er regelrecht auf und erzählte von der schönen Zeit dort.

 

Und dieser nette Kerl ist er geblieben. Mir ist er als Mensch ungemein sympathisch und sein Lächeln ist noch so echt wie damals.

Die Damen sind wieder zu Mädchen geworden und haben sich Autogramme geben lassen, die sie verzückt betrachteten.

Seine Mutter lebt nur noch in seinem Herzen, er Hätte keinen Grund mehr ins Seniorenheim zu kommen. Statt dessen gab er ohne gedrängt zu werden die Zusage für das nächste Jahr. Presse war nicht anwesend, er war ganz privat mit seinem Mann und Freunden da.

Es wäre schön, gäbe es mehr "Ehrenamtliche" wie ihn, die mit ihrem Können erfreuen und Leben in den Alltag der Senioren bringen.

Die Pflegekräfte und Betreuer können bei allem Engagement nicht alles leisten.

Meine Mutter ist durch ihre Demenz meistens ganz weit weg und kaum zu erreichen. Sie ist bei seiner Musik und der Stimmung wieder regelrecht aufgeblüht, zum Leben erwacht.

Von Herzen danke und Vergelt`s Gott dafür.

Hier zeige ich nur Bilder meiner Mutter, um die Privatsphäre anderer nicht zu verletzen.

Aber ich versichere, schon lange nicht mehr so fröhliche, entspannte Gesichter gesehen zu haben.

Lindner war zu Tränen gerührt, als man ihm als Dankeschön ein Foto auf Leinen von ihm und seiner Mutter schenkte.

Rührselig wie ich bin, habe auch ich die Tränen nicht zurück halten können.

Als der Hausmusiker Ansgar Krause mit seinem irischen Kollegen Colm ein selbst verfasstes Danke-Lied vortrug, gewann Patrick Lindner seine Fassung wieder.

Mit diesem Lied sprach Ansgar Krause wohl allen Anwesenden aus der Seele.

Und, heute schon DANKE gesagt?

Es wird viel zu selten gebraucht, dieses wichtige, so glücklich machende Wort.                               


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Meine Mama und ich

Meiner Mutter habe ich letztendlich diesen Blog zu verdanken.

Wie und warum erzähle ich hier und eigentlich sollte das der erste Blog-Beitrag werden. Aber die anderen Themen wie Rezepte, Unterwegs und die anderen sind so viel einfacher zu verfassen. Zu privat möchte ich nicht werden, aber persönlich genug.

 

Mama - 23 Jahre jung und mit 89 Jahren

 

Als ich meinen kleinen Schmuckladen schloss, hatte ich die Vision von etwas weniger Pflichten und mehr Freizeit. Ich wollte meine Freunde, Familie und Kinder häufiger sehen.

Dass das Leben endlich ist, musste ich schmerzlich im Dezember 2014 erfahren, als mein "kleiner" Bruder an den Folgeschäden seiner Leukämie starb.

Schon vor einiger Zeit war meine Mutter in ein Heim in München übersiedelt, damit ich mich besser

um sie kümmern kann. Vor nunmehr 10 Jahren diagnostizierten die einen Ärzte Alzheimer, andere unklare Demenz, was immer das heißt. Ich übernahm die Betreuung  und zwar sofort.

Wegen "Gefahr im Verzug", wie es im Amtsdeutsch heißt.

 

 

Die Angelegenheiten meines Schmuckladens waren kaum erledigt, erkrankten innerhalb weniger Monate meine Mutter , meine Schwester (Lungenembolie) und mein Bruder (Lungenentzündung) schwer. Die Sorge um meine Lieben setzte mir sehr zu. Bei meiner  Mutter war es lebensbedrohlich, ich musste mit ihrem Tod rechnen.

 

In dieser Zeit begann ich mich verstärkt wieder auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren. Auf meinem täglichen Weg zu den verschiedensten Münchner Kliniken sog ich regelrecht die Schönheit des erwachenden Frühlings in mich auf.

Der Fotoapparat wurde wie früher wieder zu meinem ständigen Begleiter. Statt der schweren Spiegelreflex mit zusätzlichen Objektiven und Filtern habe ich eine kleine Kompaktkamera.

 

Zu der Belastung durch die Krankheiten wurden mir ständig Entscheidungen abverlangt zu medizinischen Behandlungen und Operationen.

Ich las mich durch zahlreiche Foren zu Alzheimer, humanem Sterben, Palliativmedizin, Ernährung  und Ethik. Auch mit der Frage operieren (2x Gallenblasenentzündung) oder nicht musste ich mich auseinander setzen, da die Ärzte uneins waren.

 

Drei Monate lang nahm die Familie Abschied von meiner Mutter, ich hatte inzwischen alle notwendigen Entscheidungen zur Bestattung getroffen und mich für ein Palliativprogramm entschieden.

Mama war nur noch Haut und Knochen, innerhalb eines guten halben Jahres hat sie sich wunderbar erholt und wieder ihr altes Gewicht. Im Juli konnten wir ihren 89. Geburtstag feiern.

Ihre Mutter ist ein Wunder, bekomme ich immer wieder mal zu hören.

Ich denke und hoffe, dass meine häufigen Besuche auch dazu beitragen.

 

 

Ich habe immer wieder andere ebenso hilflose Menschen wie mich getroffen. Vielleicht kann ich ein wenig Mut machen, sich mit dem Sterben auseinander zu setzen und einen eigenen Weg zu entwickeln, damit fertig zu werden.

Und vor allem bis zum letzten Atemzug zu leben.

 

Kindergarten und Hort grenzen direkt an den Friedhof in Aufkirchen,  hier herrscht ein selbstverständliches Nebeneinander von jungem, unbeschwerten Leben und dem Tod.

Was ist anders als früher?

Geburten und Sterben waren in das normale tägliche Leben eingebettet, selbst den Kindern waren der Tod , Siechtum und Krankheiten vertraut. Und auch die Kleinsten nahmen Abschied von den Sterbenden. Feste Rituale erleichterten zusätzlich die Bewältigung der Aufgaben, die Nachbarn und Verwandten halfen. 

Meine Freundin Rita starb viel zu jung und hinterließ zwei kleine Töchter, es war eine schöne Leich, wie man in Bayern sagt. Alle weinten und lachten gleichzeitig und gedachten ihrer, ließen schöne und lustige Momente wieder aufleben. Anfangs war es befremdlich für mich, dann aber verstand ich den Sinn dahinter.

Meine Familie ist wie die der meisten Menschen weit verstreut, jede Generation ist eingespannt in die täglichen Pflichten. Und oft gibt es vier  Generationen.

Pensionäre und Rentner haben häufig noch Elternteile, bei meinem Mann und mir sind es die Mütter.  Seine Mutter ist inzwischen 95 Jahre alt.

Aus meiner Familienforschung weiß ich, dass es in vergangenen Jahrhunderten die absolute Ausnahme war, etwa 90 Jahre alt zu werden.

Da war zum Beispiel im Kirchenbuch vermerkt: "Er starb alt und lebenssatt!"

 

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Ein Tag in Köpenick

 

Ich habe zwar keinen Koffer in Berlin, aber meine Tochter und meinen Bruder. Und darum muss ich immer wieder hin. Die touristischen Ziele sind abgegrast, aber Berlin ist groß. Dieses Mal lasse ich mich auf Liedertexte und etwas Kunst und Literatur ein.  Köpenick kommt mir in den Sinn, Zuckmayer, der Hauptmann  - der Rest ist mir unbekannt.  Grund genug, hin zu fahren.

 

Blick vom Luisenhain auf die Dahme, im Hintergrund links die Spree 

 

Dass Köpenick eine Wasserstadt ist, wusste ich auch noch. Außerdem, dass der berühmte Hauptmann aus Tilsit war.

Also habe ich mir die Tageskarte AB (aktuell 7,00 €) im Automaten besorgt und bequem mit EC Karte bezahlt, die teuerste Variante ABC kostet 7,60 €. Davon können wir in München nur träumen. Außerdem gibt es im Großraum Berlin keine Stammstreckenfalle, es finden sich immer Ausweichmöglichkeiten. Sehr angenehm!

Dafür ist unser Flughafen schneller fertig gewesen.

 

Hauptmann von Köpenick

 

Am Hauptbahnhof Köpenick fuhr ich mit der Tram nach Alt-Köpenick.

Und schon ist man mitten im Geschehen, beim Aussteigen kann der erste Weg zur Dahme mit der Anlegestelle für die Ausflugsboote führen. Oder zum Ort der vielleicht größten Posse in der deutschen Geschichte und Literatur. Sogar der Kaiser soll sich amüsiert haben!

Carl Zuckmayer hatte schon nach einem knappen Jahr ein kleines Vermögen mit seiner Komödie verdient, die sehr erfolgreich auf den Berliner Bühnen war.

 

Rathaus Köpenick

 

Natürlich führte mich der erste Weg zum Wasser, von einer Bank aus genoss ich eine Weile die Sonne und den Blick über die Dahme. Dann machte ich mich auf zum schönen Backstein-Rathaus mit der Ausstellung über den Schuster Wilhelm Voigt, alias Hauptmann von Köpenick.

Aus Bronze begrüßt er jeden Besucher am Eingang.

 

 

Die Touristeninformation ist nur ein paar Meter weiter am Schlossplatz, dort bekommt man eine praktische kleine Broschüre mit Informationen. Daran wollte ich mich in etwa halten. Mal sehen, was Köpenick außer dem Hauptmann sonst noch zu bieten hat.

 

Schloss Köpenick mit dem Park

 

Die Schlossinsel war schon vor etwa 3000 Jahren besiedelt, das jetzige Barockschloss wurde 1690 für den späteren König Friedrich l. in Preußen fertiggestellt. Nun ist  ein Museum darin unter-gebracht.

Mir war mehr nach einem Tag an der frischen Luft. Der schöne englische Landschaftspark  mit den alten Bäumen und den Blumenrabatten und Bänken hat nach einem kurzen inneren Kampf gegen das Kunstgewerbemuseum gewonnen.

 

Da fast jede Frau immer auf der Suche nach besonderen Geschenken für sich und andere ist, habe ich über die Brücke die Insel wieder verlassen. Ich bin schnurstracks zurück zum Schlossplatz gegangen, wo die sehr übersichtliche Fußgängerzone Alt-Köpenicks beginnt . 

Auf der Ecke zur Grünstraße habe ich gleich einen kleinen, gut sortierten Stoffladen entdeckt. Bunte Fetzen bietet neben Stoffen und Zubehör auch eine Nähschule. Im Stoffläden finde ich eigentlich immer etwas, was ich dringend brauche. Nur gehen mir die Lagerkapazitäten aus und mir fehlt im Moment auch die Zeit.

Zu meinem Trost fand ich eine Minute später fuss.kleid, einen schönen kleinen Schuh-laden, der seinen Kunden den roten Teppich ausrollt. Die Inhaberin Katrin Starke steht nicht den ganzen Tag mit breitem Lachen am Eingang, um Kunden in den Laden zu zerren. Sie ist im Gegenteil sehr unaufdringlich und aufmerksam in der Beratung. Sie trägt ihre ausgefallenen, bunten Schuhe natürlich auch selbst. Für weniger Wagemutige hat sie auch gedeckte Farben.

Nach einem netten Plausch habe ich sie um ein Foto für meinen Blog gebeten.

 

So klein die Grünstraße ist, es gibt doch ein attraktives Angebot. Von der Chocolaterie habe ich besser nur ein Foto gemacht.

Und das Shabby Rose war leider an dem Tag geschlossen. Dabei hätte ich hätte so gerne gestöbert. Es gibt zwar auch einen Online.Shop, aber ich kaufe lieber in echten Läden.

 

Fischerkietz Köpenick

 

Mein besonderer Tipp ist das Dorfidyll des Fischerkietz, einer Ansiedlung, die auf das 14. Jahrhundert zurück geht. Die beiden Straßen Kietz (Fotos)  und Gartenstraße stehen zu Recht unter Denkmalschutz mit ihren  ehemaligen Fischerhütten.

In ihnen wohnten früher die Schlossbediensteten und Leibeigenen.

Die jetzigen Bewohner der "Puppenhäuser" haben immer noch einen Wasserzugang.

 

 

Fischrelief an einer Hauswand im Fischerkietz

 

Durch die Breite Gasse (Seitenstraße von Kietz)   sieht man im Hintergrund das Wasser des Frauentog schimmern. Netterweise steht dort eine Bank, von der man einen Blick auf das Schloss und Teile der Altstadt hat.

Der Name Frauentog (Tog=Zug) geht auf die Geschichte eines erfolgreichen Frauenfischzugs nach dem 30-jährigen Krieg zurück, die an dieser Stelle erfolgreich ihre Netze auswarfen. Die Hungersnot nach dem 30-jährigen Krieg war groß und ihre Männer hatten zuvor kein Glück in der Spree.

 

Blick vom Fischerkietz auf den Frauentog

Frauentog Köpenick

 

Am frühen Nachmittag aß ich in einem Bistro einen Gemüsekuchen. Den Namen verschweige ich, da das Essen lediglich satt gemacht hat. Leider war Zur alten Laterne noch  geschlossen, wo mich schon der Blick auf die Speisekarte erheitert hat.

 

 

Am alten Markt steht das Haus mit Gedenktafel für Henriette Lustig, der ersten Lohnwäscherin Köpenicks.

 

 

In einem anderen alten Waschhaus ganz in der Nähe hat sich ein bayrisches Wirtshaus mit Biergarten angesiedelt. Nun weiß ich endlich genau, wie weit es nach Hause ist. Ist die Dachterrasse in München? Hier fehlt kaum etwas zum bayrischen Klischee.

 

 

Ganz in der Nähe, wobei hier alles ganz in der Nähe ist, entdecke ich etwas versteckt einen reizenden Winkel mit einer schönen Litfaßsäule. Als ich neugierig näher trat und durch die geöffnete Türe neben der Litfaßsäule schaute, erzählte mir eine junge Frau, dass hier Zilles Stubentheater seinen neuen Spielplatz hat. Ich durfte trotz der Arbeiten schon einmal rein schauen und bekam eine Einladung in die Hand gedrückt. Die gilt auch für meine Leser, die Interesse an Zille und Altberliner Traditionen haben.

 

Eröffnungsfeier am Sonntag, den 16. Oktober 2016 in der Jägerstraße 4,

Nähe Schüßlerplatz von 11-17 Uhr

Ihre Aufwartung machen:

berühmte Berliner Originale

der Bürgermeister von Köpenick

viele Künstler mit Programm,

beim Urenkel von Zille wurde angefragt

 

Der Initiator ist der Heinrich Zille-Darsteller Albrecht Hoffmann, und er verspricht auch noch einige Überraschungen.

 

 

Das neue Zilles Stubentheater in der Jägerstraße 4

Darsteller Albrecht Hoffmann und Heinrich Zilles Urenkel Hein-Jörg Preetz-Zille

 

 

Letzte Arbeiten im Stubentheater

 

Eine schöne alte Schwengelpumpe am Schüßlerplatz, wie man sie immer wieder mal in Berlin sehen kann. Nach energischen Anpumpen funktioniert sie einwandfrei.

 

Alte Wasserpumpe Köpenick

 

Mein nächster Punkt auf meinem Spaziergang durch die Altstadt war der Katzengrabensteg, die Straße Katzengraben war im 18.Jahrhundert ein Entwässerungsgraben, der später zugeschüttet wurde. Von der Entwässerung ist bis heute die Baumgarteninsel geblieben, die aus dem ausgehobenen Erdreich entstand, erst den Wäscherinnen als Bleichwiese diente und nun eine Kleingartenanlage ist.

 

Blick vom Katzengrabensteg, rechts im Bild die Baumgarteninsel

 

Katzengrabensteg                                                                Baumgarteninsel

 

Nun nur noch Freiheit, ein wunderbarer Name für eine Straße. Eine Tafel ließ mich wissen, dass hier einst die Hugenotten Zuflucht fanden. Die Straße wurde im 18.Jahrhundert eigens für sie errichtet. Hier wohnten sie und stellten Textilien her.

Meine eigenen hugenottischen Vorfahren fanden dagegen in Ostpreußen eine neue Heimat.

 

 

Ein letzter Blick zurück  auf die Altstadt von Köpenick auf dem Rückweg zum Bahnhof.

Köpenick
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Kürbispfanne

Deftiges für Herbst und Winter

Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich auf den ersten Hokkaido-Kürbis. Und das ist mein absolutes Lieblingsrezept.

Es geht recht schnell, selbst wenn man wie ich den Kürbis schält. Ich weiß, das soll und braucht man nicht. Aber geschält ist alles gleich weich oder auch bissfest.

1 Hokkaido Kürbis, Butternut geht auch

200 g saure Sahne, Sauerrahm

1 Bund Dill

Gemüsebrühe, etwa 400-500 ml

Pfeffer, Salz, Senf nach Gusto

500 g Hackfleisch

altbackene Semmel, Brötchen oder Paniermehl

1 Ei

1 kleine Zwiebel

scharfer Senf, Salz, Pfeffer

Die Hackbällchen auf dem Foto sind nicht etwa verschimmelt, sondern noch nicht ganz aufgetaut. Ich bereite immer eine größere Portion zu und friere einen großen Teil ein.

 

Ein altbackenes Brötchen in Wasser einweichen, ausdrücken und zerkleinern oder alternativ Paniermehl (Semmelbrösel) in etwa der gleichen Menge mit Wasser vermischen. Zusammen mit dem Hack, einem Ei, einer klein gewürfelten Zwiebel, Pfeffer, Salz und Senf (nach  Geschmack) gut vermischen.

Daraus gleichmäßig große Hackbällchen formen und braten wie gewohnt. Ich nehme Olivenöl mit etwas Butter. Die fertigen Hackbällchen herausnehmen und warm halten.

 

 

Den Hokkaido-Kürbis nach Belieben schälen oder auch nicht, halbieren und die Kerne mit einem großen Löffel herauskratzen. 

Ich schneide etwa daumendicke Scheiben, die wiederum gestückelt werden. In dem Bratfett ringsherum anbraten und mit Gemüsebrühe ablöschen, so dass der Kürbis knapp bedeckt ist. Mit Senf, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und etwa eine viertel Stunde bei geschlossenem Deckel mit reduzierter Hitze köcheln lassen. Die Flüssigkeit ist nun leicht sämig, wer möchte, kann noch etwas Soßenbinder hinzufügen.

Mit saurer Sahne und geschnittenem Dill anrichten und die Hackbällchen wieder dazu geben.

 

Je nach Größe des Hokkaido reicht die Pfanne für 3-4 Personen 

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Blitzschnell in 10 Minuten fertig

Avocado-Creme

Nur 3 Zutaten plus Salz und Pfeffer, mehr braucht man nicht . 

1 reife Avocado

400 g Hüttenkäse, halbfett

Saft einer halben Zitrone

Pfeffer und Salz nach Belieben

 

Avocado halbieren, den Kern entfernen, die Frucht mit einem Esslöffel auslösen.

Sofort  den Zitronensaft darüber geben und pürieren, es geht zur Not auch mit der Gabel.

Pfeffern und salzen.

Brot dazu reichen, schmeckt ebenfalls auf Kräckern.

Tomaten und Schnittlauch sind geschmacklich eine gute Ergänzung.

 

Ergibt als Vorspeise sechs Portionen; pro Portion ca. 135 kcal

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Summ, summ, summ ...

Unsere kleinen Helfer

Zum Glück sind Hummeln (oben) und Bienen wirklich fleißig und bestäuben unermüdlich auch unsere Gartenpflanzen.

Stirbt die Biene, stirbt der Mensch!  Der Spruch ist leider sehr ernst zu nehmen.

Denn Bienen sind mittlerweile tatsächlich vom Aussterben bedroht. Nicht zuletzt durch die Varroamilbe, die ganze Völker vernichtet hat.

Wildpflanzenwiesen werden glücklicherweise immer häufiger in München und dem Umland angesät, eine Freude und Augenweide für uns  und zum Nutzen für Insekten.

Biene im Deutzienstrauch

Biene auf Deutzie

Biene auf Brombeerblüte

Biene auf Brombeer blüte

Hummel und Witwenblume

Hummel und Witwenblume

So einen Anblick kann jeder auch im eigenen Garten genießen, im Gartenfachbetrieb und auch im Baumarkt gibt es bienenfreundliche Pflanzen. Auch online kann jeder schöne, bunte, fertige Mischungen beziehen.  

Mariendistel, auch gut für Bienen

Biene taucht ab in Mariendistel

In den Städten tummeln sich mittlerweile vermehrt Bienen. Einige Städter haben die Imkerei für sich entdeckt und stellen ihre Bienenkästen nicht nur in Gärten, sondern auch auf Dachterrassen auf. Erfreulicherweise ist der Honig laut Untersuchungen nicht mehr mit Schadstoffen belastet als Landhonig.

Auch unkonventionelle Guerrilla-Gärtner erfreuen in den öden Stadtlandschaften nicht nur die Bienen.

 

Lady in Red, Hummel im Glück

Lady in Red, Hummel im Glück
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Schau in dein Herz

Anthony de Mello

Eine der Weisheiten  eines indischen Jesuiten, der sich in seinem Denken wie viele seiner Ordensbrüder keine Schranken auferlegte. Nach seiner inneren Befreiung war sein Leben von Liebe und Verständnis für die Menschen geprägt.

Hier einer meiner liebsten Weisheiten von ihm.

Abendstimmung über dem Meer (Griechenland) Text von Anthony de Mello

 

Anthony de Mello wurde am 4. September in Santa Cruz, Bombay, geboren. Im Jahre 1947 trat er in den Jesuitenorden ein. Er studierte Philosophie, Theologie und Psychologie. 1972 gründete er ein spirituelles Institut in Poona und wurde zu  einem bis heute vielgelesenen Autoren.

 

De Mello war ein charismatischer, multikulturell geprägter Lehrer und gilt als Mittler zwischen der östlichen und  der westlichen Kultur. Seine Texte sind sehr lebenspraktisch und regen zum (Nach)denken an.

 

Am 1. Juni 1987 starb er in New York bei einem Besuch der Fordham University. Elf Jahre nach seinem Tod, 1998, warnte der Vatikan die Gläubigen vor den geistigen Inhalten der Gedanken und Texte de Mellos.

 

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Alles Unkraut oder was?

Schönheiten am Wegesrand

 Gemeiner Hornklee                                                           Wilde Möhre

 Orangerotes Habichtskraut                                             Feinstrahl

Da dachte ich schon, dass es mit der ganzen Blütenpracht bis auf die Herbstblüher vorbei ist. 

Die Bäume  verfärben sich und die Bucheckern in ihren Kapseln knacken schon unter meinen Schuhen.

Aber, wie schön, es blüht noch in allen Ecken.

 Pyrenäen-Storchschnabel                                               Lein

 Wiesenglockenblume                                                        Karthäusernelke

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Luftiger Käsekuchen

Frisch mit Zitrone

Köstlicher Käsekuchen mit Baiserhaube

Ein Käsekuchen, der jedem Kuchenliebhaber schmeckt - heißbegehrt und immer zuerst weg .

Für eine 89-Jährige der beste Kuchen (Streuselvariante), den sie je gegessen hat.

Mürbteig

Käsekuchen mit Baiserhaube

200 g Mehl

75 g Butter

75 g Zucker

1 Eigelb

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

 

Teigzutaten miteinander verkneten, in eine 26 - 28 cm gefettete, bemehlte Backform  drücken, einen Rand hochziehen.

Käsecreme

500 g   Quark

125 g   Zucker

1 Pck.  Vanillepudding, ich nehme den mit echter Bourbon-Vanille

1 Pck.  Vanillezucker

2           Eigelb,  die Eiweiß sind für Baiser

1           Ei

1/2 l     Milch

Saft einer halben bis ganzen Zitrone

1           Prise Salz

 

sorgfältig miteinander verrühren und über den Teig geben. Die Creme ist sehr flüssig, aber das gehört so.

Wer möchte, kann zuvor noch Obst der Saison auf dem Teig verteilen.

Bei 180°   Ober- Unterhitze 1 Stunde backen

 

BAISER: 

Die beiden Eiweiß mit 75 g  Zucker oder Puderzucker und einer Prise  Salz steif schlagen, auf dem Kuchen verteilen und weitere zehn Minuten backen. Im Backofen auskühlen lassen, dann noch 2 - 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

 

Teigvariante Streuselteig

noch besser und knuspriger

Hier ist der Teig allerdings zu viel für den Käsekuchen, das macht aber nichts (siehe unten).

 

200 g     Butter oder Margarine            schaumig rühren

180 g     Zucker                                             Zucker

1 Pck.    Vanillezucker                               Vanillezucker

1              Ei                                                        Ei

1              Prise  Salz                                       und Salz unterrühren

500 g     Mehl                                                  mit Backpulver vermischen und sieben

1 Pck.    Backpulver                                    nach und nach einarbeiten

 

Der Teig sollte krümelig sein, eventuell mit der Hand  nacharbeiten.

2/5 des Teiges in einer 26- 28 cm Backform (gefettet, bemehlt) verteilen und andrücken. Mit 1/5 einen Rand formen, darf in der Höhe auch unregelmäßig sein (rechtes Bild oben). Käsemasse einfüllen, Backzeit und Temperatur wie oben.

 

Die restlichen Streusel fülle ich zur Hälfte in eine gefettete, bemehlte Kastenform oder Mini-Backform (18 cm). Die Streusel andrücken, darüber kommt Obst (was gerade im Haus ist), oder Pudding und Obst. Dann darüber die andere Hälfte  Streusel verteilen. 10 Minuten später zu dem Käsekuchen in den Backofen stellen.

Nach dem Auskühlen den Kuchen nur noch mit Puderzucker bestäuben.

Am nächsten Tag sind die Streusel mürbe und schmecken ebenso gut.

 

Oben genannte 3/5 des Teiges habe ich habe ich für mein Trifle verwendet.

 

Teig vor dem Backen                          Aprikosenkonserve                             Streusel für Trifle

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Geschichtet: Mango-Granatapfel Trifle

Eine Sünde wert!

Englisches Dessert

Trifle, Zuppa Inglese, Tiramisu und Zuppa Romana sind allesamt Schichtspeisen und gewissermaßen miteinander verwandt.

 

Die Zuppa Inglese ist, wie der Name vermuten lässt, wahrscheinlich von Trifle inspiriert. Sonst sind mir aus der italienischen Küche keine weiteren englischen Einflüsse bekannt.

 

Ich habe Trifle aus meiner Zeit in Londen mitgebracht und es zählte damals für mich zu den wenigen Highlights der englischen Küche. Ursprünglich wurde es aus Kuchen-resten, Pudding, Obst und Sahne  gemacht. Tipsy Trifle wird  (teils sehr großzügig) mit allerlei Spirituosen beträufelt.

Das Rezept ist sehr variabel und auch in größeren Mengen schnell zu machen und immer köstlich.

2 Mango

2 Granatäpfel

250g Mascarpone

250g Joghurt        (besser 0,5-1,5 % Fett, sonst wird es zu üppig)

250g Quark, Magerstufe

Puderzucker nach Geschmack

Streusel, auch Kuchen- oder Plätzchenreste, Sandkuchen, Bisquit

beträufeln z.B. mit Likör, Sherry, Whiskey, Obstbrand, Saft

 

 

Streusel backen und in kleinere Stücke brechen (alternativ zu Streusel können Biskuitboden, Sandkuchen oder Plätzchen zerkleinert werden).

Die Mangos schälen und schneiden.

Granatapfel oben etwas abschälen, die Schale 3-4 Mal vertikal leicht einritzen. In eine Schüssel mit Wasser tauchen und von der Mitte aus in Stücke brechen, dann immer noch unter Wasser die Kerne lösen und die Häute entfernen. So spritzt der Saft nicht und die obenschwimmenden Häute lassen sich leicht abschöpfen.

Mascarpone, Quark, Joghurt und Puderzucker zu einer Creme verrühren.

Die Kuchenstücke mit Saft und/oder Alkohol tränken. Eine Schicht Kuchen in einer Schale oder einem Dessertglas verteilen. Darauf Obst und Creme schichten, gefolgt von einer weiteren Lage Kuchen. So oft wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.

 

Zum Durchziehen etwa zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

 

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Brot aus dem Topf

10 Minuten-Brot

- geht garantiert so schnell

Schnelles und saftiges Brot mit Feta und Tomaten

 

Mit erheblicher Verspätung habe auch ich das Brot im Topf gebacken.

 

Nachdem ich in diversen Blogs und Foren viel darüber gelesen hatte, reizte es mich doch sehr.

In London habe ich der Not gehorchend (labbriges, nichtssagendes Brot, wie Mother's Pride) öfter Brot gebacken. Später dann, weil Brot backen ein archaisches Vergnügen und Erlebnis ist. Gutes Brot ist ein  Lebensmittel, auf das ich nicht verzichten möchte.  An das Grundrezept habe ich mich nur in den Grundzügen gehalten, ansonsten wie bei mir üblich, selbstverständlich abgewandelt.

 

Um noch einmal kurz auf das Londoner Brot zu kommen: damals habe ich nach besten Kräften meinen Teig bearbeitet und auf den Tisch geschlagen. Die ungewohnten Geräusche riefen meine Mitbewohner  zwei Stockwerke tiefer auf den Plan. Trish und Oliver stürmten unter lautem Rufen, bewaffnet mit Stock und Riesenküchenmesser die Treppe hoch: "Eva, are you ok?"

Die Angelegenheit löste sich in lautem Gelächter auf, und auf den Schrecken lud ich sie später zum gemeinsamen Abendessen ein.

 

Und so etwas wie Brot backen soll nun in 5 Minuten erledigt sein?

Probieren geht über studieren!

 

Also habe ich   

20 g Hefe in

400 ml lauwarmem Wasser mit 1 TL Zucker und 2 TL Salz aufgelöst

600 g Weizenmehl waren gefordert (ich habe 300 g davon durch Dinkelmehl ersetzt)

beides mit 100ml Olivenöl kurz verrührt. Nun sollte der Teig in einem eingeölten Topf mit  Deckel in den 200° C heißen Ofen.

Ich habe dann 100 g Feta, 1 kleine gewürfelte Spitzpaprika und

mit kochendem  Wasser überbrühte getrocknete Tomatenstücke untergearbeitet.

Leider habe ich die geplanten  12 Oliven vergessen...

 

Also kam das Brot ohne Oliven bei 200° Ober- und Unterhitze für 40 Minuten in den Ofen (ohne Vorheizen, unteres Drittel), ich entfernte danach rezeptgemäß den Deckel und ließ es weitere 30 Minuten backen.

Es sah einfach perfekt aus und nachdem ich es mit Hilfe eines Löffels einigermaßen anständig aus der (nicht ganz passenden, bauchigen) Keramikform befreit hatte, schnitt ich schon bald das Prachtstück an.

Von dem Duft und dem Aussehen war ich sehr angetan, auch der Geschmack überzeugte. Die Konsistenz ist eher kuchenartig krümelig, durch meine Rezeptergänzungen saftig  und mit einer knusprigen Kruste. Mit etwas Butter und einem guten Glas Wein ein tolles Abendessen.

 

Tag 2: Naja, beim Bäcker würde ich das Brot nicht mehr kaufen! Es ist erheblich trockener und noch  krümeliger.

 

Fazit:

Ein Hit, wenn man es am ersten Tag aufessen kann, ansonsten experimentiere ich weiter. Topfbrot ist durch die eingeschlossene Feuchtigkeit eine tolle Methode und überzeugt mich,  das Rezept wird durch andere ersetzt werden. Und die schöne Keramikform auch durch etwas Geeigneteres, wie etwa durch einen massiven gusseisernen Topf.          

 

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Blaue Stunde

Abendfrieden in Starnberg

Srarnberg: Blick von der Seepromenade in Richtung Südosten

Schiffsanlegestelle in Starnberg

Abends sitze ich gerne am See und genieße den Blick über das Wasser.

Die Tagestouristen sind wieder zu Hause und etwas abseits der Promenade ist es ruhig.

Wie geschaffen, sich zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen.

Der letzte Dampfer                                                              Blick auf das Ostufer

Östliche Seepomenade                                                                                              mit kleinem Pavillon

Blick von Starnberg auf das Ostufer und die Berge

Blick über den ruhigen See Richtung Süden

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Wasservögel

Ja, wie siehst du denn aus?

Blässhuhnküken, es  schaut irgendwie bekümmert aus

Nun bin ich schon eine Weile am Starnberger See unterwegs, aber diesen kleinen Gesellen habe ich vorher noch nie gesehen.

Blässhühner kenne ich seit meiner Kindheit, aber warum sind mir noch nie die lustigen Küken aufgefallen? Sie sind einfach umwerfend und sorgten schon für ganz viel Schmunzeln in der Familie. Eifrig paddeln sie mit einem ernsten, ja grimmigen Ausdruck ihren Eltern hinterher.

 

Bei den Schwänen gab es die "Kleinen" auch im Doppelpack. Sind diese Schwäne anmutiger als andere, oder bilde ich mir das nur ein?

Mir ist spontan eine Hölderlin-Gedichtzeile in den Sinn gekommen: "Ihr holden Schwäne...".

Es ist eines meiner Lieblingsgedichte und wird bald vollständig  folgen.

 

Die holden Schwäne

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Man nehme ...

Henriette Davidis Kochbuch

Bärentatzen, Dachspfeffer, Biberschwanz

 

Schon als junges Mädchen hatte ich beim Lesen dieses Buches viel Spaß. Meine Oma hatte ein moderneres Kochbuch und kochte sowieso aus dem Kopf. So bekam ich das Buch ihrer Mutter und hüte es bis heute wie einen Schatz.

Als Studentin vergnügten wir auf Parties mit dem Vorlesen der für moderne Zeiten kuriosen Rezepte. Wie wäre es mit einem Sandkuchen mit 1 Pfund guter Butter und 10-12 Eiern ?

In der Folge werde ich im Rezeptteil meines Blogs ein paar der Rezepte nachkochen. Besser nicht allzu viele, da  meine Gesundheit mit Sicherheit leiden würde.

Bucheinband "Praktisches Kochbuch" von Henriette Davidis 1896. "Man nehme" stammt von ihr.

Für viele junge Frauen war dieses Buch ein will- kommenes Nachschlagewerk und Lehrbuch. Die Autorin war selbst Gouvernante und Hauswirtschaftslehrerin und hat verschiedene Bücher rund um Haushalt und Garten verfasst. 

Der normale Beruf einer Frau war Hausfrau und Mutter, das verlangte vollen Einsatz von früh bis spät. An Erleichterungen wie Kühlschrank, Waschmaschine, Tiefkühler, Staubsauger und Elektroöfen war noch nicht zu denken. Tante Emma Läden gab es auf dem Land wenige. Plante man die Vorratshaltung nicht gut und beherrschte das Konservieren nicht, bedeutete das Hunger.

Viele waren zum großen Teil  Selbstversorger und fuhren ab und zu in die nächste Stadt mit einer ellenlangen Liste.

Egal, ob im Dienst eines Haushalts oder als Hausfrau mit Personal, das Leben war immer sehr anstrengend. Es sei denn, daß man so wohlhabend war, eine Hauswirtschafterin   

                                                                                                           (Mamsell) zu haben.

Statt eines neuen Blog Beitrages hätte ich mir wohl eher Gedanken über Vorräte für den Winter gemacht. Die Krautfässer wären bereit, die ersten Eier in Kalk gelegt und Soleier gemacht, die ersten Pilze getrocknet, Johannisbeeren zu Marmelade, Saft, Likör  und Wein verarbeitet , Gartengemüse mit Essig oder Salz konserviert.

Aufgezählt habe ich nur einen Bruchteil der Aufgaben einer normalen Hausfrau im Küchenbereich.

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Was, das soll schmecken?

Tomaten-Bananensalat

Eotischer Tomaten-Bananensalat
Zutaten: Tomaten-Bananensalat

 

Ein exotisch frischer Salat, der seit vielen Jahren ein absolutes Lieblingsessen ist.

Schon als Studentin erntete ich skeptische Blicke und Fragen.

Aber nie habe ich einen Rest wieder eingepackt.

Und fast jeder wollte dann doch das Rezept mit nach Hause nehmen.

 

Zuerst aus dem Saft einer halben bis ganzen Zitrone,

1/2 - 1 Bund Schnittlauch (in Röllchen schneiden),

etwas Salz und Zucker,

Curry nach Geschmack (mind.1/2 TL) und

2-3 EL Olivenöl  das Dressing bereiten, dann

8 Tomaten  in Scheiben schneiden,

4 Bananen  in Scheiben schneiden

 

Abwechselnd eine Tomatenscheibe und zwei Bananenscheiben kreisförmig auf einer Platte anrichten, eventuell in der Mitte einen Kegel auftürmen. Dann mit dem Dressing beträufeln und mit Weißbrot geniessen.

Leichtes, sättigendes Essen, passt auch zu gegrilltem Fleisch oder Fisch.

 

4 Personen

Zeit: 15 - 20 Minuten

ohne Brot pro Person etwa 140 kcal 

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Heute war Sommer

Starnberger See - Ambach

Tafel vor dem ehemaligen Wohnhaus von Waldemar Bonsels

Es ist einer dieser seltenen herrlichen Sommertage in diesem Jahr. Angenehm warm, sonnig und kein Gewitter in Sicht.

Perfekt um beim "Huber" am See im Biergarten zu sitzen, eine spritzige Schorle zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen.

Und wie immer spazieren wir  den Seeuferweg entlang, um das ehemalige Wohnhaus von Biene Maja - Autor Waldemar Bonsels zu besuchen. 

Das Ungarische Hochzeitstor ist immer wieder schön.

Nach rechts geht unser Blick von der Straße über die Zäune auf den See, wann immer sich eine Lücke zeigt. Privatbesitz heißt es auf den Schildern am Zaun.

Wir gönnen den Besitzern ihre Seegrundstücke mit Hütte und Boot davor - für uns hätten wir allerdings auch nichts dagegen.

Die liebevolle Umarmung war dem Baum wohl auf Dauer zu viel

Das Ungarische Tor                          Hausschmuck in blau

mit den Herzausschnitten im Mittelteil

Ungarisches Hochzeitstor in Ambach

Impressionen Blick auf den Starnberger See von Ambach aus

"Zum Fischmeister" Dienstag Ruhetag                          Landleben

                       Die Kirche von Holzhausen mit den Resten der 1000-jährigen Linde

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