backstube, Süßes

Käsekuchen Variante

Beerenstarker Käsekuchen

Käsekuchen mit Johannisbeeren und Baiser

 

Der "Luftige Käsekuchen" ist in meinem Blog einer der meistgelesenen Artikel.

Und er ist bei allen beliebt, auch im Heim meiner Mutter.

Meine Mutter feiert morgen ihren 90sten Geburtstag. Zu ihrem Ehrentag habe lieber auf Experimente verzichtet und den altbewährten Kuchen und einen zweiten mit roten Johannisbeeren gebacken.

Mein Mann und ich sollten auch nicht darben, und so kam noch ein kleinerer dazu. Wegen der Beeren ist er noch frischer und säuerlicher.

Mein absoluter Liebling, denn ich liebe saure Früchte.

Alle drei kamen zusammen bei 160° Umluft für eine Stunde plus 10 Minuten in den Backofen.

Falls es jemand nachmachen möchte, die zweifache Menge Streuselteig ist ausreichend.

 

Käsekuchen mit Johannisbeeren und Baiser

 

Den Käsekuchen wie hier beschrieben backen. jedoch nach dem Backen zuerst mit Johannisbeeren belegen.

Dann den Eischnee auf den Beeren verteilen und noch einmal für 10 Minuten weiter backen.

Käsekuchen mit Baiser und Johannisbeeren
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Der Kuchen zum 96sten Geburtstag

Ende gut, alles gut

Oder: Pleiten, Pech und Pannen

 

Meine Schwiegermutter hat von klein auf gerne Schokolade gegessen.

Dass ich ihr dann keinen Obstkuchen backe,  ist wohl selbstverständlich, zumal sie Obst nicht so gerne isst.

Mit ihren kulinarischen Vorlieben müsste sie normalerweise Vitaminmangel und Diabetes Typ 1, wahlweise Typ 2 haben, hat sie aber nicht.

Aber hier geht es um das Rezept und nicht die Laborwerte meiner Schwiegermutter.

 

Ich wollte mal wieder ein neues Rezept ausprobieren. Sollte kein Problem mit meiner Backerfahrung  sein, dachte ich. Aber ich war wohl nicht konzentriert genug. 

Beide Kuchen (2 x 18 cm) bildeten eine unerwünschte Kuppel aus. Das Durchschneiden ging aber zum Glück nahezu problemlos.

 

Als Krönung des Ganzen war eine Nuss-Nougat Sahne vorgesehen. Ich  hatte dann so etwas wie einen Blackout und gab die geforderte Menge Nuss-Nougat Creme gleich zur kalten Sahne dazu.

Zu meiner Entschuldigung kann ich auf das Rezept verweisen: Sahne mit Nuss-Nougat Creme steif schlagen.

UND SONST STAND DA NICHTS !

Wenn ich schon mal einem Rezept wortgetreu folge, geht es prompt schief.

Natürlich war das Ergebnis keine homogene Nougat Sahne, allenfalls eine misslungene Nougat Buttercreme.

Für eine leckere Ganache hatte ich zum Glück genügend Schokolade und Sahne im Haus.

 

Das abgeänderte Rezept

Zutaten

 Rührteig                                                                                                             Füllung

250 g     weiche Butter

200 g     Zucker

2 P.         Vanille/Vanillinzucker

4              Eier

350 g     Mehl

1 P.         Backpulver

1 Prise  Salz 

100 ml  Milch (eventuell etwas mehr)

1 EL       Instant Espresso oder Kaffeepulver

2 EL       Kakaopulver

100 g     Schokolade, Mokka oder Zartbitter

 

100 g   weiche Butter

100 g   Puderzucker

100 g   Nussnougat-Creme

100 g  Fruchtaufstrich oder

Marmelade (herbsäuerlich)

 

GANACHE

280 g     Bitterschokolade

200 ml  Sahne

 

DEKOR   Zutaten nach Belieben


Zubereitung

Teig

für eine große (26/28 cm) oder zwei kleine Backformen (16/18 cm)

Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz  mit einem Rührgerät schaumig rühren, dann einzeln die Eier einrühren.

Mehl mit Backpulver, Kakao und Espresso/Kaffeepulver mischen und sieben, dann abwechselnd mit der Milch unter die Ei-Buttermasse rühren.

Zum Schluss die zerkleinerte Schokolade unterheben.

Der Teig soll schwer reißend sein, also nicht am Rührgerät hängen bleiben (Milch zufügen) oder schnell herunter fallen (Mehl unterrühren).

Den Teig in die gefettete, mit Mehl bestäubte Backform(en) füllen, glatt streichen und bei 

180°  Ober/Unterhitze

160°  Umluft 35-45 Minuten backen.

In der Form etwas abkühlen lassen, dann auf ein Backgitter stürzen.

Nach dem Auskühlen zweimal waagerecht durchschneiden.

Die untere Lage entweder auf eine Tortenplatte oder einen Kuchenretter setzen, dünn mit Fruchtaufstrich bestreichen oder aprikotieren. Dann die Hälfte der Füllung auf dem Boden verteilen. Mit der zweiten Lage genau so verfahren und Lage drei aufsetzen.

Füllung

Weiche Butter mit dem Puderzucker verrühren, dann die  Nussnougat-Creme nach und nach unterrühren. Die Masse sollte glänzen. Wenn nicht, ist das kein Beinbruch, der Geschmack ändert sich dadurch nicht.

 

Ganache

Die Sahne in einem kleinen Topf aufkochen lassen, in der Zwischenzeit die Schokolade hacken. Die kochende Sahne über die Schokolade gießen und glatt und glänzend rühren.

Wer möchte, kann im Verhältnis 4 (Schoko) : 3 (Sahne) mehr machen und einfrieren.

Die Ganache sollte bei Zimmertemperatur mehrere Stunden abkühlen.

Weil ich es eilig hatte, habe sie im eiskalten Wasserbad gerührt bis man sie streichen konnte. 

Dann kam der fertige Kuchen noch für drei Stunden in den Kühlschrank.

Dekor

Die Torte hätte ich im Normalfall mit gehackten oder gehobelten Nüssen und Schokoröllchen verziert.  Aber Nüsse sind für viele ältere Herrschaften schlecht zu essen.

Aber da meine Schwiegermutter Margeriten sehr liebt, habe ich fertiges Fondant in Blumenformen gedrückt, Blätter und Stängel frei geformt und zum Teil mit Lebensmittelfarbe   angemalt.

Kleine essbare Blüten, Gold oder kandierte Blüten hätte ich mir ebenso gut vorstellen können.

 

Diese Torte ist ausgesprochen gehaltvoll, wir waren nach 1/8 der kleinen Variante schon gesättigt.  Nummer zwei wurde eingefroren.

Ach ja, sie hat der Schwiegermutter und der ganzen Familie gefallen und vor allem geschmeckt.

Und die Kuppel hätte ja auch so geplant sein können!

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Luftiger Käsekuchen

Frisch mit Zitrone

Köstlicher Käsekuchen mit Baiserhaube

Ein Käsekuchen, der jedem Kuchenliebhaber schmeckt - heißbegehrt und immer zuerst weg .

Für eine 89-Jährige der beste Kuchen (Streuselvariante), den sie je gegessen hat.

Mürbteig

Käsekuchen mit Baiserhaube

200 g Mehl

75 g Butter

75 g Zucker

1 Eigelb

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

 

Teigzutaten miteinander verkneten, in eine 26 - 28 cm gefettete, bemehlte Backform  drücken, einen Rand hochziehen.

Käsecreme

500 g   Quark

125 g   Zucker

1 Pck.  Vanillepudding, ich nehme den mit echter Bourbon-Vanille

1 Pck.  Vanillezucker

2           Eigelb,  die Eiweiß sind für Baiser

1           Ei

1/2 l     Milch

Saft einer halben bis ganzen Zitrone

1           Prise Salz

 

sorgfältig miteinander verrühren und über den Teig geben. Die Creme ist sehr flüssig, aber das gehört so.

Wer möchte, kann zuvor noch Obst der Saison auf dem Teig verteilen.

Bei 180°   Ober- Unterhitze 1 Stunde backen

 

BAISER: 

Die beiden Eiweiß mit 75 g  Zucker oder Puderzucker und einer Prise  Salz steif schlagen, auf dem Kuchen verteilen und weitere zehn Minuten backen. Im Backofen auskühlen lassen, dann noch 2 - 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

 

Teigvariante Streuselteig

noch besser und knuspriger

Hier ist der Teig allerdings zu viel für den Käsekuchen, das macht aber nichts (siehe unten).

 

200 g     Butter oder Margarine            schaumig rühren

180 g     Zucker                                             Zucker

1 Pck.    Vanillezucker                               Vanillezucker

1              Ei                                                        Ei

1              Prise  Salz                                       und Salz unterrühren

500 g     Mehl                                                  mit Backpulver vermischen und sieben

1 Pck.    Backpulver                                    nach und nach einarbeiten

 

Der Teig sollte krümelig sein, eventuell mit der Hand  nacharbeiten.

2/5 des Teiges in einer 26- 28 cm Backform (gefettet, bemehlt) verteilen und andrücken. Mit 1/5 einen Rand formen, darf in der Höhe auch unregelmäßig sein (rechtes Bild oben). Käsemasse einfüllen, Backzeit und Temperatur wie oben.

 

Die restlichen Streusel fülle ich zur Hälfte in eine gefettete, bemehlte Kastenform oder Mini-Backform (18 cm). Die Streusel andrücken, darüber kommt Obst (was gerade im Haus ist), oder Pudding und Obst. Dann darüber die andere Hälfte  Streusel verteilen. 10 Minuten später zu dem Käsekuchen in den Backofen stellen.

Nach dem Auskühlen den Kuchen nur noch mit Puderzucker bestäuben.

Am nächsten Tag sind die Streusel mürbe und schmecken ebenso gut.

 

Oben genannte 3/5 des Teiges habe ich habe ich für mein Trifle verwendet.

 

Teig vor dem Backen                          Aprikosenkonserve                             Streusel für Trifle

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Geschichtet: Mango-Granatapfel Trifle

Eine Sünde wert!

Englisches Dessert

Trifle, Zuppa Inglese, Tiramisu und Zuppa Romana sind allesamt Schichtspeisen und gewissermaßen miteinander verwandt.

 

Die Zuppa Inglese ist, wie der Name vermuten lässt, wahrscheinlich von Trifle inspiriert. Sonst sind mir aus der italienischen Küche keine weiteren englischen Einflüsse bekannt.

 

Ich habe Trifle aus meiner Zeit in Londen mitgebracht und es zählte damals für mich zu den wenigen Highlights der englischen Küche. Ursprünglich wurde es aus Kuchen-resten, Pudding, Obst und Sahne  gemacht. Tipsy Trifle wird  (teils sehr großzügig) mit allerlei Spirituosen beträufelt.

Das Rezept ist sehr variabel und auch in größeren Mengen schnell zu machen und immer köstlich.

2 Mango

2 Granatäpfel

250g Mascarpone

250g Joghurt        (besser 0,5-1,5 % Fett, sonst wird es zu üppig)

250g Quark, Magerstufe

Puderzucker nach Geschmack

Streusel, auch Kuchen- oder Plätzchenreste, Sandkuchen, Bisquit

beträufeln z.B. mit Likör, Sherry, Whiskey, Obstbrand, Saft

 

 

Streusel backen und in kleinere Stücke brechen (alternativ zu Streusel können Biskuitboden, Sandkuchen oder Plätzchen zerkleinert werden).

Die Mangos schälen und schneiden.

Granatapfel oben etwas abschälen, die Schale 3-4 Mal vertikal leicht einritzen. In eine Schüssel mit Wasser tauchen und von der Mitte aus in Stücke brechen, dann immer noch unter Wasser die Kerne lösen und die Häute entfernen. So spritzt der Saft nicht und die obenschwimmenden Häute lassen sich leicht abschöpfen.

Mascarpone, Quark, Joghurt und Puderzucker zu einer Creme verrühren.

Die Kuchenstücke mit Saft und/oder Alkohol tränken. Eine Schicht Kuchen in einer Schale oder einem Dessertglas verteilen. Darauf Obst und Creme schichten, gefolgt von einer weiteren Lage Kuchen. So oft wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.

 

Zum Durchziehen etwa zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

 

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Brot aus dem Topf

10 Minuten-Brot

- geht garantiert so schnell

Schnelles und saftiges Brot mit Feta und Tomaten

 

Mit erheblicher Verspätung habe auch ich das Brot im Topf gebacken.

 

Nachdem ich in diversen Blogs und Foren viel darüber gelesen hatte, reizte es mich doch sehr.

In London habe ich der Not gehorchend (labbriges, nichtssagendes Brot, wie Mother's Pride) öfter Brot gebacken. Später dann, weil Brot backen ein archaisches Vergnügen und Erlebnis ist. Gutes Brot ist ein  Lebensmittel, auf das ich nicht verzichten möchte.  An das Grundrezept habe ich mich nur in den Grundzügen gehalten, ansonsten wie bei mir üblich, selbstverständlich abgewandelt.

 

Um noch einmal kurz auf das Londoner Brot zu kommen: damals habe ich nach besten Kräften meinen Teig bearbeitet und auf den Tisch geschlagen. Die ungewohnten Geräusche riefen meine Mitbewohner  zwei Stockwerke tiefer auf den Plan. Trish und Oliver stürmten unter lautem Rufen, bewaffnet mit Stock und Riesenküchenmesser die Treppe hoch: "Eva, are you ok?"

Die Angelegenheit löste sich in lautem Gelächter auf, und auf den Schrecken lud ich sie später zum gemeinsamen Abendessen ein.

 

Und so etwas wie Brot backen soll nun in 5 Minuten erledigt sein?

Probieren geht über studieren!

 

Also habe ich   

20 g Hefe in

400 ml lauwarmem Wasser mit 1 TL Zucker und 2 TL Salz aufgelöst

600 g Weizenmehl waren gefordert (ich habe 300 g davon durch Dinkelmehl ersetzt)

beides mit 100ml Olivenöl kurz verrührt. Nun sollte der Teig in einem eingeölten Topf mit  Deckel in den 200° C heißen Ofen.

Ich habe dann 100 g Feta, 1 kleine gewürfelte Spitzpaprika und

mit kochendem  Wasser überbrühte getrocknete Tomatenstücke untergearbeitet.

Leider habe ich die geplanten  12 Oliven vergessen...

 

Also kam das Brot ohne Oliven bei 200° Ober- und Unterhitze für 40 Minuten in den Ofen (ohne Vorheizen, unteres Drittel), ich entfernte danach rezeptgemäß den Deckel und ließ es weitere 30 Minuten backen.

Es sah einfach perfekt aus und nachdem ich es mit Hilfe eines Löffels einigermaßen anständig aus der (nicht ganz passenden, bauchigen) Keramikform befreit hatte, schnitt ich schon bald das Prachtstück an.

Von dem Duft und dem Aussehen war ich sehr angetan, auch der Geschmack überzeugte. Die Konsistenz ist eher kuchenartig krümelig, durch meine Rezeptergänzungen saftig  und mit einer knusprigen Kruste. Mit etwas Butter und einem guten Glas Wein ein tolles Abendessen.

 

Tag 2: Naja, beim Bäcker würde ich das Brot nicht mehr kaufen! Es ist erheblich trockener und noch  krümeliger.

 

Fazit:

Ein Hit, wenn man es am ersten Tag aufessen kann, ansonsten experimentiere ich weiter. Topfbrot ist durch die eingeschlossene Feuchtigkeit eine tolle Methode und überzeugt mich,  das Rezept wird durch andere ersetzt werden. Und die schöne Keramikform auch durch etwas Geeigneteres, wie etwa durch einen massiven gusseisernen Topf.          

 

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