Familiengeschichte(n)

Geschichte von unten

Seit gefühlten Ewigkeiten beschäftige ich mich schon mit der Geschichte meiner Familie.

Anfangs war es mehr als mühselig,  in den diversen Archiven  nach Spuren zu suchen. Einen ganzen Tag in der staubigen Archivluft zu verbringen, hat schon masochistische Züge. Unbeschreiblich ist  dagegen das Gefühl ein Haus zu finden, wo Generationen meiner Vorfahren gelebt und gelitten haben.

Mittlerweile hat man viel Hilfe im Internet und das Interesse an der Vergangenheit der Ahnen ist zum Glück aus der braunen Ecke verschwunden.

 

Angefangen hat es bei mir mit den Erzählungen meiner Oma, denen ich als kleines Kind lauschte. Ich war mit ihr traurig über den frühen Tod ihres Vaters und ihres Bruders auf einem Schlachtfeld des ersten Weltkrieges in Frankreich. Ob er wohl der Lieblingsbruder geblieben wäre, hätte er nicht sinnlos sein Leben 19-jährig auf dem "Feld der Ehre" für Kaiser, Volk und Vaterland verloren?

Die Oma ist schon lange nicht mehr. Im Laufe der Jahre habe ich mehr als sie selbst wußte über ihre Familie  herausgefunden. Der Familienzweig  lässt sich über den 30-jährigen Krieg hinaus verfolgen. Nach neuen Spuren zu suchen ist manchmal spannender als ein Krimi.

 

Wenn ich hier echte Geschichten aus meiner Familie erzähle, dann weniger, weil es an die Öffentlichkeit soll.

Ich will Neugierde wecken und anregen, eigene Familiengeschichte zu ergründen und einen Teil dessen, was vielleicht nur noch Sie wissen, zu bewahren.

Die eigene Biografie

Düsseldorf am "Rhing"

 

Bei dem Vorhaben die eigene Lebensgeschichte zu verfassen, scheint man vor einer Herkulesaufgabe zu stehen.

Aber so wie jedes Buch einzelne Kapitel hat, ist es auch im eigenen Leben. Dabei ist es unwichtig, wo man anfängt. Der Computer bringt zum Glück alles in die gewünschte Reihenfolge.

Chronologisch vor zu gehen ist dabei nur eine mögliche Methode. Packender kann es manchmal sein, mit einem prägenden oder wichtigen Ereignis zu beginnen.

Die Hochzeit des Sohnes oder der Nichte, der 90. Geburtstag des Patenonkels, der eigene runde Geburtstag oder Hochzeitstag, die Pensionierung oder dem Renteneintritt bieten sich für einen Rückblick an.

Jede Lebensgeschichte ist es wert, aufgeschrieben zu werden. Und fragen sie sich jetzt, wen das interessiert, ist das erst einmal nebensächlich. Sein bisheriges Leben Revue passieren zu lassen, ist schön, manchmal auch heilsam oder gut. Sie werden staunen was, einmal angefangen, alles wieder in Ihnen auftaucht.

Und reden Sie mit Kindheitsgefährten, die das gleiche wie Sie erlebt haben. Meine Geschwister erinnern sich an andere Details, Menschen und Ereignisse als ich. 

Nun aber genug der Theorie, ich fange an zu erzählen.

 

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Ein besonderes Weihnachtsfest meiner Kindheit

Die Engel backen Plätzchen

 

Eine Biografie besteht nicht nur aus Fakten, sondern wird erst spannend und interessant durch die eigenen Erlebnisse und Erfahrungen.

Und sie setzt sich aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen. Mein erster Mosaikstein oder mein Biografieanfang ist das Weihnachtsfest.

Wie war das Weihnachten Ihrer Kindheit?  Viele dieser Feiern sind vielleicht schon im Dunkel der Erinnerung verschwunden, andere überdauern in der Erinnerung und in Tagebuchnotizen, Briefen und anderen Aufzeichnungen.

Geordnet und in eine Reihenfolge gebracht, haben wir den Anfang zur Biogafie schon gemacht.

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